OB und Dekan rufen zur Rettung der Stadtkirche auf

Stadt- und Kirchenvertreter stellten am Donnerstag gemeinsam die Bedeutung der Göppinger Stadtkirche heraus und die Notwendigkeit, sie zu erhalten.

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Die Stiftung soll auch die Zukunft der Vesperkirche sichern.  Foto: 

"Wir bitten um kein Almosen, aber um eine Zustiftung von Bürgern, weil die Stadtkirche eine bedeutende Rolle auch für die Stadt-Göppingen spielt", sagte Oberbürgermeister Till, der sich nicht nur als Privatperson für die Stiftung stark macht, sondern auch sein Gewicht als Amtsträger für den Fortbestand der Kirche "in die Waagschale werfen" wolle.

Bei einem Pressegespräch stellten er und Dekan Rolf Ulmer - beide sind sie Vorstandsmitglieder der seit 2011 bestehenden Stiftung - die Notwendigkeit heraus, die Stadtkirche zu erhalten. Sie habe "nicht nur klerikalen, sondern auch öffentlichen Charakter", sagte Dekan Ulmer und verwies auf die Beobachtung, dass sie von vielen, auch nicht unbedingt kirchlich gebundenen Menschen als "Ort der Stille und des Rückzugs" genutzt werde.

Probleme mit der Finanzierung gibt es, weil die Stadtkirchengemeinde immer mehr schrumpfe und bis in zehn Jahren den Unterhalt der Kirche, der sich auf etwa 40 Tausend Euro jährlich an aktuellen Kosten belaufe, nicht mehr aufbringen könne. Deshalb könne eine Stiftung dazu beitragen, dass die Kirche nicht ein Museum werde oder geschlossen werden müsse.

"Eine reine Säkularisierung kann ich mir nicht vorstellen", sagte OB Till, der Vorsitzender der Stiftung ist. Er wies auf die Bedeutung des in den Jahren 1618 und 1619 erbauten Schickhardt-Baus hin, der unter Denkmalschutz steht und ein schönes Ensemble mit dem neugestalteten Schlossplatz bilde, der im Oktober dieses Jahres eingeweiht werden solle.

Dekan Rolf Ulmer zeigte die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten der Stadtkirche auf, die entweder schon so genutzt werde oder in Zukunft so genutzt werden solle: Gottesdienste, Orgelkonzerte, Konzerte, Vesperkirche, Schulprojekte mit Künstlern in einem frei gestaltbaren Raum, Vorträge und Ausstellungen.

Dazu wurde ein Katalog erstellt mit dem Titel "Stadtkirchenstiftung Göppingen", der Bürgern zugeschickt werden und sie animieren soll, mit Nachlässen oder Zustiftungen dazu beizutragen, dass die Stiftung einen Hauptteil der Unterhaltskosten für die Stadtkirche finanzieren kann. Dort wird auch auf steuerliche Vergünstigungen hingewiesen. Denn für die "Stadtbild prägende Kirche" brauche man dringend die Unterstützung der Bürgerschaft.

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