OB Till glaubt fest an den City-Bus

Allen Irritationen zum Trotz sieht Oberbürgermeister Guido Till die Einführung des City-Busses nicht gefährdet. Am 2. Mai findet eine Bürgeranhörung statt, am 3. Mai soll der Gemeinderat die Entscheidung treffen.

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"Wir können glücklich sein": OB Till kämpft für den City-Bus. Foto: Archiv

OB Guido Till macht die geplante Einführung des City-Busses zur Chefsache. Bei einem Pressegespräch im Rathaus, an dem auch der Verkehrsplaner des Landkreises, Jörg-Michael Wienecke, sowie der Göppinger Busunternehmer Matthias Bliederhäuser (OVG) teilnahmen, versuchte Till gestern, die Wogen zu glätten. Vergangene Woche waren in der von Baudezernent Olav Brinker geleiteten Sitzung des Umweltausschusses des Gemeinderats erhebliche Irritationen entstanden.

Ohne Brinkers Sitzungsführung öffentlich zu kritisieren, warnte Till davor, "eine große Chance für die Stadt zu zerreden". Der OB sprach von einem Angebot der OVG, für das die Stadt dankbar sei. "Wir können glücklich sein, dass wir nach vielen Jahren der Diskussion jetzt soweit sind", sagte Till. Mit der für Mitte Dezember geplanten Einführung des City-Busses sei es möglich, "das Projekt Neue Mitte zu vollenden". Der OB sagte jedoch auch: "Ich nehme die Sorgen der Anwohner im Bergfeld sehr, sehr ernst." Der City-Bus soll nicht nur durch die Innenstadt fahren, sondern auch das Bergfeld besser anbinden. Die Anlieger befürchten aber, dass die kleinen Busse eine höhere Belastung durch Autofahrer nach sich ziehen könnten, die das Bergfeld verbotenerweise als Schleichweg auf dem Weg zur Klinik benutzten.

Dieser Gefahr will die Stadt einen Riegel vorschieben - mit Hilfe beweglicher Poller. Die Durchfahrt soll nur für City-Busse möglich sein - und für Ärzte aus dem Bergfeld, die Bereitschaft haben und schnell in die Klinik müssen. Das Verkehrskonzept will die Stadt am kommenden Mittwoch, 2. Mai, bei einer Bürgeranhörung in der Waldeckkirche vorstellen. Beginn ist um 19 Uhr.

Mit der Bürgerversammlung reagiert die Verwaltung auch auf Forderungen aus dem Gemeinderat. Dort gibt es eine große Mehrheit für den City-Bus. Teile des Stadtparlaments drängen jedoch darauf, vor der für 3. Mai geplanten Grundsatzentscheidung die Bürger anzuhören. Diesem Wunsch, den manche Stadträte gar zur Bedingung erhoben haben, wird nun Rechnung getragen.

"Ich bin guten Mutes", sagte Till. Zusammen mit Verkehrsexperten der Stadtverwaltung war der OB gestern im Bergfeld unterwegs. Nach der Besichtigung meinte Till: "Der Unmut der Anwohner bezieht sich nicht auf den umweltfreundlichen City-Bus, sondern auf den Durchgangsverkehr. Und gegen den werden wir etwas tun."

Von Mitte Dezember an soll es möglich sein, mit dem City-Bus direkt vor die Klinik zu fahren. Und wer aus der Stadt ins Bergfeld will, muss keinen Umweg mehr über die Klinik machen. Die großen Busse würden dann aus dem Bergfeld verbannt. Wenn der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss für den City-Bus gefasst hat, der auch den Galgenberg bedienen soll, beginnt die Feinarbeit - auch was die Route der City-Busse durch das Zentrum betrifft. Till: "Es ist nichts zementiert."

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