Nur von kurzer Dauer

Göppingen erhält ein landwirtschaftliches Schulzentrum. Am 13. Januar 1964 beschloss der Kreistag, die Landwirtschaftsschulen Göppingen und Geislingen in einem Neubau zusammenzulegen.

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Hier wurde vor 50 Jahren das landwirtschaftliche Schulzentrum des Landkreises Göppingen eingerichtet. 1981 zog es in die Öde um. Foto: Giacinto Carlucci

Nach eingehenden Besichtigungen vor Ort waren sich die Kreistagsmitglieder einig, dass die bisher bestehenden schulischen Einrichtungen für die Landwirtschaft den Anforderungen eines modernen Schulbetriebs nicht mehr genügen, schrieb die NWZ am 14. Januar 1964. Landrat Seebich sprach von der Notwendigkeit, das bisher etwas zersplitterte landwirtschaftliche Schulwesen im Kreis Göppingen besser zu organisieren.

Auf einem 91 Ar großen Grundstück in der Eichertstraße - die 1983 in Pappelallee umbenannt wurde - nahe der Jahnstraße, sollte ein Neubau entstehen, der nicht nur die Landwirtschaftsschulen Geislingen und Göppingen beherbergte, sondern auch die Landwirtschaftliche Kreisberufsschule für Jungen, die Ländlich-Hauswirtschaftliche Berufsschule für Mädchen, das Landwirtschaftsamt sowie andere Organisationen und Einrichtungen, die in enger Verbindung mit der Landwirtschaft stehen. Sogar über den Einzug der Berufsschule der Gärtner wurde nachgedacht.

Die Baukosten sowie die Kosten für den Erwerb des Grundstücks wurden auf drei Millionen Mark geschätzt. Der Geislinger Oberbürgermeister regte an, sich über die Schülerzahlen Gedanken zu machen. Er hielt es für möglich, dass Schulen mehrerer Landkreise künftig zusammengefasst werden und die Göppinger Schule überflüssig werden könnte. Andere Anwesende waren jedoch zuversichtlich, dass die Zahlen künftig nicht einbrechen werden.

Tatsächlich gestaltete sich die Zukunft des Landwirtschaftlichen Schulzentrums ganz anders als geplant. Schon in den 70er Jahren mussten über ganz Göppingen verteilt Unterrichtsräume angemietet werden, um die stets größer werdenden Jahrgänge aufzunehmen. 1981 zog das Schulzentrum um in die Öde. Im Bau in der Pappelallee ist mittlerweile die Krankenpflegeschule untergebracht.

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