Nur die Verdunkelung bleibt in der Schwebe

Der Zeller Gemeinderat hat das Investitionsprogramm abgesegnet - mit einer Ausnahme: Die Verdunkelung der Schulaula steht unter Vorbehalt.

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Die Voralbgemeinde Zell ist nach einem klammen Jahr wieder bei Kasse. Ein Überschuss von 900 000 Euro wird im Verwaltungshaushalt erwartet. Abhängig ist das von der Gewerbesteuer. Die hat Verbandskämmerer Thomas Herre mal auf eine Million kalkuliert, nachdem sie zuletzt bei nur 715 000 Euro lag. Die Vorzeichen seien gut, so Herre, denn derzeit lägen die Vorauszahlungen schon 200 000 Euro über dem Vorjahresstand. Für Gemeinderat Kurt Ulmer ist beides enttäuschend. Die Gewerbesteuer liege im langjährigen Durchschnitt bei 1,3 Millionen Euro. "Das zeigt, dass wir um 200 000 bis 300 000 Euro hinterherhinken." Sehr gute Noten gab er dagegen dem Haushalt mit einem Investitionsanteil von 23 Prozent.

Einen gewissen Schwerpunkt setzt Zell auf Schule und Jugend. So soll der Mittagstisch in der Gemeindehalle wohnlicher werden, mit neuem Anstrich, Boden und Vorhängen. Die Kosten liegen bei 30 00 Euro - 10 000 mehr als veranschlagt. Der Gemeinderat stellt das nicht in Frage. "Wir müssen den Eltern zeigen, wir tun was", so Annemarie Haußer-Ulbricht. "Wir wollen keinen Luxus", erklärte Hauptamtsleiterin Heike Wiedmann. Der Schultes wies darauf hin, dass die Gemeinde sich mit der "guten und günstigen Lösung" in der Gemeindehalle glücklich schätzen könne.

Braucht man dieses Jahr noch die Verdunkelung der Schulaula? Die Fortschrittliche Wählergemeinschaft und die CDU hielten das für aufschiebbar. Karl-Heinz Bachofer warnte sogar, dass man jetzt eine teure Verdunkelungsanlage an schlechten Fenstern anbringe, die man später austauschen müsse. Bürgermeister Werner Link sah diese Gefahr nicht und wies auf die Notwendigkeit hin: Bei vielen Veranstaltungen übers Jahr behelfe man sich mit einer provisorischen Verdunkelung, das sei immer ein erheblicher Aufwand. Aber er stimmte zu. die Investition von immerhin 50 000 Euro von der Entwicklung der Gewerbesteuer abhängig zu machen. So wurde es auch bei zwei Gegenstimmen beschlossen.

Reichen 10 000 Euro für eine Fassadensanierung am Rathaus? Auch daran gab es Zweifel. Aber der Posten bleibt im Haushalt.

Aus dem Programm genommen wird die geplante Instandsetzung an der Göppinger Straße. Die soll vielmehr mit der Erneuerung einer Fallleitung nach Hattenhofen kombiniert werden. Das Geld fließt derweil in andere Straßen.

12 000 Euro muss die Gemeinde in die Feuerwehr investieren. Allein 3000 Euro fallen für eine neue Bereifung an. Die alten Reifen sind zwar nicht abgefahren, aber zehn Jahre alt. Nicht gerüttelt wird am Skaterpark - ein großer Wunsch der Jugend im Dorf. Die Bodenplatte macht mit 20 000 Euro den Hauptanteil aus - wenn man sie braucht. "Falls wir einen befestigten Platz finden, ist das hinfällig", erläuterte Link. Die Geräte sind mit nur 8000 Euro "nicht üppig" veranschlagt. Die Gemeinde hofft auf Spenden aus dem Ort. Martin Holl wünscht sich Eigenleistung der Jugendlichen. Aber es gibt Zweifel, ob das an so einer Baustelle möglich ist. 13 000 Euro will die Gemeinde in eine Schließanlage von Schule und Gemeindehalle investieren. Das sei "zwingend notwendig", so Link.

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