Noch Probleme bei der Schülerbeförderung

Die Gemeinden im Gebiet Westliche Voralb bekommen zum Schuljahr 2014/15 eine auf zwei Standorte verteilte Gemeinschaftsschule. Darüber wurde in einer Sitzung des Schulträgerverbandes beraten.

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Die Albert-Schweitzer-Werkrealschule in Albershausen, hier eine Unterrichtsszene, wird ein Standort der Gemeinschaftsschule Westliche Voralb.  Foto: 

Der Zweckverband "Westliche Voralb", bestehend aus den Gemeinden Schlierbach, Albershausen, Hattenhofen, Zell und Aichelberg betreibt als Schulträger ab dem neuen Schuljahr eine auf die Standorte Albershausen und Schlierbach verteilte Gemeinschaftsschule. In einer Sitzung des Zweckverbandes im Schlierbacher Farrenstall wurde nun über den aktuellen Stand berichtet und die Beauftragung eines Schulsozialarbeiters beschlossen.

Der Schulleiter der Albert-Schweitzer-Werkrealschule, Manfred Mettang, erinnerte daran, dass sich im Verbandsgebiet nicht mehr genügend Schüler für die Werkrealschule anmelden. Deshalb habe man, "um die Schüler vor Ort zu halten" und um eine Zentralisierung in Göppingen zu verhindern, eine Gemeinschaftsschule beantragt.

Der anwesende Leiter des Staatlichen Schulamtes Göppingen, Hans-Jörg Polzer, bestätigte den Kommunalpolitikern aus den fünf Gemeinden anhand der Anmeldezahlen die Richtigkeit ihrer Entscheidung. Rektor Mettang versprach, dass man die Arbeit an der Werkrealschule weiterhin so engagiert fortsetzen werde wie bisher, damit auch die Werkrealschüler in den nächsten Jahren noch so erfolgreich ausgeschult werden könnten wie dies bislang der Fall war.

Vor dem Start der Gemeinschaftsschule müssen noch Probleme gelöst werden. Der Schülernahverkehr bereitet den Kommunalpolitiken noch Kopfzerbrechen. Auch die Lehrerversorgung ist nicht in trockenen Tüchern. "Die Lehrer für Klasse 5 sind noch nicht da. Das ist kein idealer Start." Man sei noch in Verhandlungen mit dem Schulamt.

Polzer bestätigte, dass die Sicherstellung der Unterrichtsversorgung sehr zäh sei. Man habe für den Bezirk nur 16 Stellen bekommen. Viele Absagen von Lehrkräften und die Abwerbung von Lehrern in andere Bundesländer aufgrund der späten Sommerferien in Baden-Württemberg nannte er als Problem.

Eine Personalfrage hat der Zweckverband aber einstimmig entschieden: Die Schaffung einer 50-Prozent-Stelle für einen Schulsozialarbeiter. Besetzt wird sie in Zusammenarbeit mit der Bruderhaus-Diakonie. Dies sei sinnvoller als eine Festanstellung eines Schulsozialarbeiters. Die Kosten liegen bei rund 30 000 Euro.

Um die Schulstandorte in Schlierbach und Albershausen zu erreichen, müssen die Schüler teils umständliche Wege in Kauf nehmen und mitunter umsteigen. Bislang kann nur ein Bus für die 18 zu transportierenden Schüler eingesetzt werden. Erst wenn die Zahl 20 überschritten ist, wird es nach derzeitigem Stand einen zweiten Bus und direkte Verbindungen aus den Heimatorten der Schüler an die Standorte geben. Über die Buslinien werden noch mit dem Landratsamt gesprochen, sagte Bürgermeister Paul Schmid aus Schlierbach, der Vorsitzender des Zweckverbandes ist. Zells Schultes Werner Link erinnerte an Zusagen im Vorfeld. Gerade auch unter Konkurrenzgesichtspunkten, etwa zu Bad Boll, wurde die lange Anfahrtszeit als nicht optimal bezeichnet.

Derzeit werden die Schulhäuser auf die Gemeinschaftsschule vorbereitet: Dazu gehören Umbauten, eine neue Möblierung und interaktive Tafeln.
 


Eine Informationsveranstaltung zur Gemeinschaftsschule wird es am 16. September ab 18 Uhr in der Albert-Schweitzer-Schule geben.

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