Wala weiht mit Winfried Kretschmann neues Labor ein

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30 Millionen Euro investierte die Wala in ihr neues Labor: Das wollte sich auch Winfried Kretschmann anschauen (3.v.r.) und kam mit Gattin Gerlinde (grüner Blazer) nach Bad Boll.  Foto: 

„Das Land Baden-Württemberg ist stolz auf Sie“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Festakt der Firma Wala zur Einweihung des neuen Labors. Nach dem Besuch im Heilpflanzengarten des Arzneimittelherstellers und einer Führung durch das neue Labor schwärmte Kretschmann als Biologe vom sehr gelungenen Beitrag zur Artenvielfalt, vom „gelungenen Prachtstück der Architektur“, gebaut unter dem Nachhaltigkeits­aspekt, und der „genau richtigen Investition in Forschung“.

Als regionales, wertorientiertes Unternehmen auf der Basis der Anthroposophie  (Anm. d. Red.: eine von Rudolf Steiner begründete spirituelle und esoterische Weltanschauung)  mit 1000 Mitarbeitern in einer Gemeinde mit 5000 Einwohnern sei die Wala Teil eines Gesundheitsnetzwerks, das Verantwortung für Mensch und Natur übernehme. „Der wirtschaftliche Erfolg schafft Freiheit, nutzen Sie diese“, sagte der Ministerpräsident und wies darauf hin, dass die Landesregierung die Komplementärmedizin fördere.

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Wala, Dr. Johannes Stellmann, hatte zuvor die Gäste begrüßt, die nach dem Festakt in einem großen Festzelt bewirtet wurden. Er bezeichnete das neue Laborgebäude als „Meilenstein in unserer Entwicklung“ und wünschte sich nach dem Dank an alle Projektbeteiligten „einen Gedankenaustausch über mögliche Zukünfte“ mit der Politik und in der Gesellschaft über eine integrierte Medizin.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz, lobte das Unternehmen für seine soziale Unternehmensphilosophie, den hohen Frauenanteil in Führungspositionen,  seine Qualität und die Partnerschaften in Indien und Afrika. Beim Thema Komplementärmedizin richtete sie den Fokus auf die Patientensicherheit und Wirksamkeit. Widmann-Mauz: „Ich halte die Komplementärmedizin als Ergänzung für richtig.“

Bei einer von Geschäftsleitungsmitglied  Dr. Armin Dörr moderierten Podiumsdiskussion wurde jedoch deutlich, dass das Unternehmen Wala eine andere Vorstellung von Wirksamkeitsbeweis hat. Hauptfrage auf dem Podium, an dem auch Professor Dr. Florian Stintzing teilnahm, der sowohl Mitglied der Wala-Geschäftsleitung ist als auch an der Universität Hohenheim arbeitet: Wie kann die Brückenbildung zwischen Wissenschaft und Erfahrung gelingen? Und wie kann man wissenschaftlich biologische Systeme entwickeln und nachweisen? Im Moment gebe es einen „verhinderten Dialog“, man brauche aber einen „Dialog auf Augenhöhe zwischen Komplementärmedizin und Schulmedizin.“ Deshalb forderte Kliniker Dr. Matthias Girke eine öffentliche Forschung auch für die Komplementärmedizin.

Landrat lobt Innovationskraft

Pirko Ollilainen, Mitglied des Vorstands der Wala-Stiftung, nannte das Unternehmen mit seiner Umsatzverdopplung in den vergangenen zehn Jahren „einen Pionier für nachhaltiges Wirtschaften“. Landrat Edgar Wolff dankte auch im Namen des Bad Boller Bürgermeisters Rudi Bührle dem Unternehmen für seine Standortreue innerhalb des Gesundheitsstandorts Landkreis Göppingen. Mit 30 Millionen Investitionssumme und nur 13 Monate Bauzeit für das neue Gebäude, in dem 120 Mitarbeiter immer feinere Analysemethoden entwickeln, habe die Wala  die regionale Innovationskraft gestärkt.

Euro pro Monat gibt der Göppinger für xx aus.

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