Lücke ist geschlossen: Birenbacher Grundschule hat neuen Schulleiter

Endlich hat die Birenbacher Grundschule wieder einen Schulleiter. Thomas Jaenecke  wurde kurz vor den Ferien zum neuen Chef bestellt – ein Porträt.

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Thomas Jaenecke vor der Birenbacher Friedrich-von Büren-Grundschule. Der 33-Jährige Plochinger ist neuer Schulleiter und Chef von sieben Kolleginnen.  Foto: 

Hier hat alles gepasst, fühle mich in Birenbach richtig wohl“, bekräftigt Thomas Jaenecke, seit knapp vier Wochen offizieller Schulleiter der dortigen Friedrich-von-Büren-Schule. Nahtlos war der Übergang allerdings  nicht, ganz im Gegenteil, die Stelle war nach der Pensionierung des Vorgängers Leonhard Lammel ein Jahr lang vakant. Die kommissarische Vertretung hatte bis dato die Konrektorin Petra Blessing aus Wäschenbeuren inne.

Doch nun herrscht helle Freude an der Grundschule, die Lücke ist endlich gefüllt. Seit dem 17. Juli nutzt der Pädagoge die wenigen Tage vor und die ersten  Wochen während den Sommerferien, um sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen.  „Man muss am Ball bleiben.“ Ein erstes Kennenlernen zwischen „Herrn Jaenecke“ und den Jungen und Mädchen der Grundschule gab es bereits bei der kleinen Begrüßungsfeier, bei der ganz Neugierige mit der Frage: „Was ist denn dein richtiger Name?“ gleich mal ihren Kenntnisstand aufbesserten.

Aufgewachsen in Ebersbach, führt den 33-jährigen Junggesellen sein Weg fortan aus Schlierbach jeden Tag in die Schurwaldgemeinde. Nach seinem Abitur 2005 in Plochingen und dem Zivildienst im Christophsbad Göppingen, wo er für die Ver- und Entsorgung zuständig war, absolvierte Thomas Jaenecke an der Pädagogischen Hochschule Karls­ruhe sein Studium fürs Lehramt an Grund- und Werkrealschulen in den Fächern: Deutsch, Geographie sowie katholische Theologie. Als Referendar kam er an die Heckengäuschule nach Wiernsheim im Enzkreis und unterrichtete anschließend von 2012 bis zum jetzigen Wechsel an der „Schule an der Rheinschleife“ in Jestetten, Landkreis Waldshut.

Über das Schulamt stieß er auf die freie Stelle in Birenbach, bewarb sich vor genau einem Jahr, absolvierte im Herbst die erforderliche Prüfung und bekam im Frühjahr vom Regierungspräsidium neben Zeugnis und Beurteilung das Okay. Ein Mitspracherecht hatten auch der Gemeinderat und die Schulkonferenz.

„Die Arbeit als Schulleiter möchte nicht jeder machen“, erklärt der einzige Mann an der Birenbacher Schule. Er legt großen Wert auf eine harmonische Teamarbeit zusammen mit seinen sieben Kolleginnen legt. Dass die Stelle wieder besetzt ist, freut außerdem den Elternbeirat und die Eltern. Immerhin seien es bei aktuell 1950 Einwohnern genau 66 junge Birenbacher. Und da einige Frauen im Kollegium in Teilzeit arbeiten, waren die vergangenen Monate schwer aufzufangen, berichtet der Pädagoge. „Mir war wichtig, an eine kleine Schule zu wechseln und mir ist wichtig, dass sich die Schüler und alle Beteiligten wohlfühlen“, sagt Thomas Jeanecke und betont: „Nur in einem sozialen Klima kann man gut arbeiten“.

Unterrichten wird er zukünftig: Deutsch, Englisch, Mathematik sowie Sachkunde in Klasse drei. Weitere Gepflogenheiten sind für ihn kleine Rituale, über gemeinsame Lösungen sprechen oder gut vorbereitet für seine Schüler „immer was in petto haben“. Privat heißt es für Thomas Jaenecke bei Wind und Wetter: „ab nach draußen“. Ob auf dem Fahrrad, bei einem Tennismatch oder beim Wandern. „In der Natur kann ich richtig gut abschalten“.

Entwicklung Die in den Fünfzigerjahren erbaute Birenbacher Grundschule bekam 1990 einen Anbau nach Norden und wird durch Musikschule, VHS-Kurse, Schülerferienprogramme und andere Veranstaltungen belebt. Das Schulgelände, durch Schulhofbemalungen und Spielgeräte immer wieder erneuert, wurde durch ein Wiesengelände in Richtung Westen erweitert.

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