Neuer Busbahnhof

Göppingens Gemeinderat gab am 22. Januar 1987 in seiner Sitzung grünes Licht für den Bebauungsplan des neuen Zentralen Omnibusbahnhofs. Anlieger drohten mit dem Weg zum Verwaltungsgerichtshof.

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6,8 Millionen D-Mark sollte der neue Zentrale Busbahnhof (ZOB) an der Bahnhofstraße kosten, wie die NWZ am 23. Januar 1987 berichtete. 600 Busse mit etwa 35 000 Fahrgästen würden ihn täglich anfahren. Die Stadt Göppingen hoffe auf Zuschüsse.

Baubürgermeister Reinhard Schuckenböhmer hatte in der Gemeinderatssitzung die Busroutensituation um den Innenstadtring erläutert: Entgegen bisheriger Planungen sei man mittlerweile für eine Fahrtrichtung im Uhrzeigersinn, sodass alle Haltestellen auf der Innenseite des Rings liegen sollten. Somit würde auch der ZOB nicht mehr von der ursprünglich geplanten Seite angefahren werden, was man der daneben liegenden Firma Weber vertraglich zugesagt hatte. Diese befürchtete nun Einbußen beim Kundenstamm. Schuckenböhmer ließ den Einwand aber nicht gelten. Sei man doch der Firma bei einem Bauprojekt entgegengekommen. Außerdem müsse "die optimale Funktionsfähigkeit des Busbetriebs den privaten Verlangen vorangestellt werden".

Eine Familie, die auf dem Gelände ein Grundstück mit Haus besaß, versuchte, den drohenden Abriss des Gebäudes abzuwenden mit dem Vorschlag, den ZOB zu beiden Seiten der Bahnhofstraße zu errichten. Darin sah der Baubürgermeister allerdings eine unnötige Gefahr für die umsteigenden Fahrgäste. Ein weiterer Anlieger kämpfte um den Erhalt einer Doppelgarage. Baubürgermeister Schuckenböhmer bot dagegen einen Neubau der Garagen an der Südseite an, wo noch zusätzlich fünf Stellplätze dazugewonnen werden konnten.

Der damalige CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Aupperle betonte zwar, dass seine Fraktion für das Projekt sei, trotzdem hätte man Bedenken, was den bestehenden Vertrag mit der Firma Weber betreffe. Er schlug Vergleichsversuche mit den Anliegern vor.

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