Neuen Schwerpunkt im Landkreis bilden

Die SPD-Fraktionen der Orte des mittleren Filstals wollen, dass ihre Kommunen stärker zusammenarbeiten und weniger Kirchturmspolitik betreiben.

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Im Landkreis bildet sich nach Ansicht der SPD-Vertreter aus dem mittleren Filstal zwischen Göppingen und Geislingen ein eigener Schwerpunkt. Mit gemeinsamen Projekten bei erneuerbaren Energien, zeitgemäßen Bildungsangeboten, besserem öffentlichen Nahverkehr und einem attraktiven Sport- und Kulturangebot könne die Raumschaft aufgewertet werden, waren sich die SPD-Fraktionen von Eislingen, Gingen, Salach und Süßen bei einem gemeinsamen Treffen in Eislingen einig.

"In vielen Gemeinden wird leider noch Kirchturmspolitik betrieben. Die Lebenswirklichkeit der Menschen spielt sich aber schon lange nicht mehr allein auf der eigenen Markung ab", sagte Süßens Fraktionsvorsitzender Udo Rössler. "Während in der Region Stuttgart der Wirtschaftsraum liegt, ist die Raumschaft an der mittleren Fils und Lauter für viele ihre engere Heimat. Sie wird in Freizeit, Einkäufen und Infrastruktur vorrangig genutzt", folgerte Peter Hofelich aus Salach. Der Eislinger Fraktionschef Peter Ritz hob hervor, dass mit der Gestaltung des lange vernachlässigten Filsufers bereits ein Muster für ein gemeinsames Bewusstsein und abgestimmtes Handeln gegeben ist. Helmut Maßfelder aus Gingen verdeutlichte, dass seine Gemeinde an Angeboten größerer Nachbargemeinden Interesse habe.

Die frühere Bindekraft der beiden Mittelzentren Geislingen und Göppingen habe für die Raumschaft nachgelassen. Eislingen ist Große Kreisstadt geworden. Andere Städte in der Region würden von den Bürgern als Alternativen, etwa beim Einkaufen, geschätzt. Zudem sehen die Mitte-Fils-Gemeinderäte mit Sorge manche bizarren Aktionen der Stadtoberhäupter von Geislingen und Göppingen. Zusammenarbeit mit den beiden Städten gelte da nicht als erstrebenswert. Viel spreche dafür, die Zusammenarbeit untereinander zu suchen.

Die Genossen stellten fest, dass alle Städte und Gemeinden stark in Bildung und Betreuung investieren. Die Landesregierung wurde dafür gelobt, dass sie für die Gemeinden spürbare finanzielle Hilfen bereit stellt. Auch das Ringen um ein attraktives Zentrum prägt derzeit die Arbeit in den Gemeinderäten. Schließlich bilden sich Kooperationen bei der Energieversorgung heraus. Alle Fraktionen sagten zu, bei der Förderung erneuerbarer Energien in der Raumschaft auf Zusammenarbeit zu setzen und dabei auch die Bildung von Bürgerenergiegenossenschaft ins Auge zu fassen.

Die SPD-Fraktionen aller vier vertretenen Städte und Gemeinden sehen mit Zuversicht, dass die von Sozialdemokraten über Jahre voran getriebenen Themen nun mehrheitsfähig sind, so eine Mitteilung. Peter Hofelich: "Jetzt kommt es darauf an, die Veränderungen voran zu treiben. Dafür werben wir um Unterstützung bei der Bürgerschaft."

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