Neue Technik fürs Bad

Eine Chlorgranulatanlage soll die Wasseraufbereitung im Ebersbacher Freibad sicherer machen. In den kommenden beiden Jahren soll die mehrfach verschobene Sanierung der Becken angepackt werden.

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Etwas früher als sonst beginnt für Uwe Sepeur die Vorbereitung auf die Freibadsaison. In Ebersbach wird eine Chlorgranulatanlage eingebaut.  Foto: 

Frühlingsgefühle können bei den derzeitigen Temperaturen durchaus aufkommen. Der Betriebsleiter des Ebersbacher Waldhöhenfreibads, Uwe Sepeur, kommt schon ins Schwitzen. Der Grund dafür ist allerdings weniger die milde Witterung, vielmehr laufen im Bad schon die Vorbereitungen auf die bevorstehende Saison. Die beginnt zwar erst am 1. Mai, aber bevor sich die ersten Wasserratten ins kühle Nass stürzen, ist eine technische Umrüstung fällig.

Das Wasser in den Becken wird künftig mit einer Chlorgranulatanlage aufbereitet. Sie ersetzt die in die Jahre gekommene Chlorgasanlage, die in den vergangenen Jahren zunehmend reparaturanfällig wurde, erklärt Sepeur. Nach den geltenden Bestimmungen wäre für 10.000 Euro eine Nachrüstung der alten Anlage fällig gewesen, die moderne und laut Sepeur wesentlich sicherere Technik koste die Stadt 27.000 Euro. Zudem würden damit in den kommenden Jahren zwischen 4000 und 5000 Euro Betriebskosten für die Wasserdesinfektion eingespart. Derzeit demontieren der Betriebsleiter und seine Mitarbeiter die alte Anlage, in der ersten Märzwoche soll die Umrüstung auf die neue Technik abgeschlossen sein.

Die neue Anlage ist "schon ein erster kleiner Baustein für die Sanierung des Bades", erklärt der Ebersbacher Hauptamtsleiter Günther Pfeiffer. Seit 2006 steht das Thema Freibadsanierung auf der Agenda. Damals hatte ein Fachbüro das Bad gründlich unter die Lupe genommen und vor allem dem Nichtschwimmer- und Planschbecken ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. "Wasserverlust und Bodensenkungen", zählt Pfeiffer einige Mängel auf. Auch eine Modernisierung hatte das Büro damals empfohlen, um das Bad attraktiver zu machen. Der Einbruch der städtischen Finanzen nach dem Krisenjahr 2009 machte diesen Plänen jedoch einen Strich durch die Rechnung. Die für die Jahre 2010/11 geplante Sanierung wurde verschoben.

Das Vorhaben ist nun zumindest im Finanzplan für die kommenden beiden Jahre vorgesehen. Für 2015 ist eine erste Rate von 500.000 Euro eingestellt, weitere 700.000 Euro sind für 2016 eingeplant. Der Finanzplan ist jedoch nicht bindend. "Der Gemeinderat muss das auf jeden Fall beraten", sagt Pfeiffer. Die Notwendigkeit der Sanierung sei aber unbestritten, betont Pfeiffer und fügt hinzu: "Wir haben keine Alternative, außer die teilweise Schließung von Becken." Im März will die Stadtverwaltung intern einen Fahrplan für das weitere Vorgehen aufstellen. Nicht zuletzt müssten die vor Jahren erhobenen Zahlen und Fakten aktualisiert werden.

Pfeiffer und Sepeur sehen die Stadt auch in der Pflicht gegenüber den Bürgern. Bei der Bürgerbefragung vor fünf Jahren standen Verbesserungen im Freibad ganz oben auf der Prioritätenliste der Befragten. Das Freibad habe einen hohen Stellenwert in Ebersbach, betont der Betriebsleiter. Mit 90.000 Besuchern habe das Waldhöhenfreibad im vergangenen Jahr kreisweit gesehen sehr gut abgeschnitten. Allerdings räumt Sepeur ein, dass aufgrund zunehmender schulischer Belastung und Ganztagesunterricht der Anteil der Besucher im jugendlichen Alter rückläufig sei. Darauf reagiert die Stadt mit der Einführung einer Ferienkarte in den Pfingst- und Sommerferien. Die Einzelkarten werden in der kommenden Saison um 20 Cent teurer. Die Preise der Saisonkarten erhöhen sich um drei Euro für Kinder und Jugendliche, um fünf Euro für Erwachsene und zehn Euro für Familien.

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