Neue Erfahrungen für Flüchtlinge

Eine psychomotorische Erlebniswoche hat das Christophsbad angeboten. Dank einiger Spender konnten auch Flüchtlingskinder an dem Programm auf dem Freihof teilnehmen.

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Ein tolles Erlebnis in der Natur hatten die Kinder, die an der psychomotorischen Erlebniswoche teilgenommen haben.  Foto: 

Selbstvertrauen und die Erfahrung selbst etwas zu lernen, verändern oder gestalten zu können, brauchen alle. Menschen mit Handicap, ungünstigen Lebensbedingungen und Fluchterfahrung besonders. Durch Psychomotorik werden die Sozialkompetenz und die motorischen Fähigkeiten verbessert und das Selbstvertrauen gestärkt. Die Inhalte der Psychomotorik sind für jeden Menschen wichtig und werden häufig beim Spielen und Sporttreiben beiläufig gefördert. Doch in der heutigen Zeit verkümmern diese Erfahrungen häufig, da sich die Menschen immer weniger bewegen, so eine Mitteilung.

Das neue Praxis-Zentrum Göppingen bietet mit seinem angrenzenden Park auf dem Freihof optimale Bewegungsmöglichkeiten in der Natur. So wurde in den Herbstferien eine psychomotorische Erlebniswoche für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren angeboten.

Insgesamt zehn Kinder trafen sich auf dem Freihof. Einige Spender haben auch die Teilnahmegebühr für fünf Flüchtlingskinder aus der Pappelallee finanziert. Für diese Kinder sind solche Maßnahmen von besonderer Bedeutung: Durch gemeinsames Tun und viel Bewegung in der Natur können negative Erlebnisse besser verarbeitet und zumindest vorübergehend vergessen werden. Die Kinder machen neue Erfahrungen.

Zum Programm gehörten, neben Spielen mit diversen Naturmaterialien, Übungen zur Körperwahrnehmung und zur Sinneserfahrung sowie die Begegnung mit der Tierwelt. Im Hasen- und Hühnerstall herrschte Hochbetrieb. Während die einen ausmisteten, waren die anderen mit Füttern und Streicheln beschäftigt.

In der Reithalle entstand ein kreativer Parcours, welchen ein Teil der Gruppe selbstständig zusammengestellt und aufgebaut hat. Groß war die Freude, als die Kinder sich im anschließenden Rollenspiel als Pferd oder Reiter unter Beweis stellen konnten. Das spätere Führen der echten Pferde lief dann deutlich ruhiger ab. Hier war Geduld gefragt bis jedes Kind mit den Führübungen an der Reihe war. Dabei entstand ein reges Miteinander und die Kinder halfen sich gegenseitig bei Schwierigkeiten. Die älteren Teilnehmer standen den jüngeren Kindern zur Seite. Das wunderschöne Außengelände des Freihofs ermöglichte herrliche Blätterschlachten und den Bau eines Lagers.

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