Nazi-Terror schreckt nicht vor Kindern zurück

Jedes einzelne jüdische Schicksal macht betroffen, fassungslos. Das kurze Leben von Hannacha Schwab geht besonders zu Herzen. Gerade ein Jahr alt ist das kleine Mädchen, dann wurde es mit ihren Eltern Marianne und Max ins das Ghetto Izbica bei Lublin deportiert.

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Nicht einmal der Tag und der Ort des Todes der kleinen Familie sind bekannt. Ein Augenzeuge berichtet, was bei der Deportation der Göppinger Juden am 24. April 1942 passiert war. Der Göppinger Polizeibeamte August Zorniger hatte die Gruppe auf ihrem Weg zum Killesberg zu bewachen. Und musste zusehen, wie die kleine Hannacha wie ein Gepäckstück zum Gepäckhaufen geworfen wurde.

Max Schwab war 1909 in Haigerloch geboren. Er zieht 1932 nach Göppingen. Am 22. November 1940 zieht Max Schwab mit seiner frisch angetrauten Ehefrau Marianne in die Geislinger Straße sechs, in das "Judenhaus" der Familie Dörzbacher. Dem Paar wird am 28. März 1941 die kleine Tochter Hannacha geboren. Sie ist das letzte jüdische Kind, das in Göppingen zur Welt kommt.

Die Familie lebt sicher wie alle Bewohner des Hauses in sehr beengten Verhältnissen. Auch die finanzielle Situation wird immer schlechter - spätestens, als Max Schwab kurz vor der Deportation zur Zwangsarbeit für die Firma Bader Süßen in deren Sägewerk in Eislingen gezwungen wird.

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