Naturfotograf Heinz Wagner ist mit der Kamera auf der Pirsch

Der Naturfotograf Heinz Wagner aus Albershausen feierte am Sonntag seinen 80. Geburtstag. Mit seinen Bildern leistet er einen Beitrag zum Schutz der heimischen Tier- und Pflanzenwelt.

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  • Heinz Wagner aus Albershausen wurde am Sonntag 80 Jahre alt und fotografiert noch immer die Natur - und das mit Leidenschaft. 1/2
    Heinz Wagner aus Albershausen wurde am Sonntag 80 Jahre alt und fotografiert noch immer die Natur - und das mit Leidenschaft. Foto: 
  • Auch diesen Neuntöter mit seiner Beute, einem Großen Grünen Heupferd, hat Naturfotograf Heinz Wagner mit der Kamera festgehalten. 2/2
    Auch diesen Neuntöter mit seiner Beute, einem Großen Grünen Heupferd, hat Naturfotograf Heinz Wagner mit der Kamera festgehalten. Foto: 
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Wenn sich Heinz Wagner mit seiner Kameraausrüstung und seinem Tarn-Zelt auf die Pirsch nach schönen Fotomotiven aufmacht, ist ihm eine Sache besonders wichtig: Seine Bilder sollen alle in der freien Natur mit heimischen Wildtieren in guter Qualität entstehen. „Als Naturfotograf braucht man dazu schon auch Geduld“, betont Wagner. Sein technisches Verständnis und sein Tüftlersinn kommen dem Albershäuser, der am Sonntag seinen 80. Geburtstag feierte, dabei zugute: Mit ausgeklügelten Tricks und Kniffen lockt er seine tierischen Models immer wieder gekonnt vor die Linse.

Etliche beeindruckende Aufnahmen gelangen Wagner sogar in seinem liebevoll angelegten Naturgarten in Albershausen. Dort ist der gebürtige Göppinger ebenfalls mit Raffinesse sowie der tatkräftigen Unterstützung seiner Frau Hannelore der Natur auf der Spur. Vor einigen Jahren baute sich Wagner in seinem Garten ein Vogel-Bad mit integrierter Steininsel, an das ein getarntes Holzhäuschen angrenzt. Von dort aus hat der Naturfotograf mit seiner Kamera die Steininsel direkt im Blick und kann seine gefiederten Badegäste in nur wenigen Sekundenbruchteilen ablichten.

Im Wald oder auf freiem Feld präpariert der Rentner dagegen Äste oder Baumstümpfe mit Lockmitteln, bevor er sich in seinem Tarn-Zelt auf die Lauer legt und auf Wildtiere wartet. Seine Leidenschaft für die Naturfotografie entdeckte Wagner als Schüler über die Jugendzeitschrift „Der kleine Tierfreund“: „Ich habe in dem Magazin die tollen Bilder des Naturfotografen Josef Roedle aus Tübingen gesehen und wollte den Mann unbedingt einmal kennenlernen.“ Der Wunsch erfüllte sich für Wagner ein paar Jahre später. Er besuchte Roedle, und lernte von ihm erste wichtige Kenntnisse in der Naturfotografie bei gemeinsamen Streifzügen durch den Naturpark Schönbuch. Trotz seiner Begeisterung für die heimische Flora und Fauna ließ sich Wagner nach seiner Schulzeit zum Dekorationsmaler ausbilden und arbeitete anschließend viele Jahre bei Schuler und Zinser. Seine Freizeit widmete er aber weiterhin voll und ganz der Fotografie und entwickelte sein Wissen darüber kontinuierlich weiter.

Wagner, der auch Mitglied bei der „Gesellschaft Deutscher Tierfotografen“ ist, fängt seine Aufnahmen bis zum heutigen Tag mit analogen Spiegelreflexkameras und hochwertigen Objektiven ein. Wagner zeigt seine Bilder regelmäßig bei Vorträgen, bei denen er Kinder, Jugendliche und Erwachsene für die heimische Tier- und Pflanzenwelt, sowie für den Naturschutz begeistert. „Ich möchte den Leuten mit meinen Aufnahmen zeigen, dass es in unserer Heimat noch kleine Wunder gibt. Viele wissen gar nicht, dass es bestimmte Tiere bei uns gibt.“

Seine neuen Bildimpressionen zeigt Wagner nun aus einem besonderen Grund: Der Naturfotograf feierte am Sonntag seinen 80. Geburtstag. Anlässlich des runden Jubiläums lädt die Nabu-Gruppe Göppingen in Kooperation mit der Göppinger Volkshochschule am 23. Juli zu einem Vortrag von Heinz Wagner unter dem Motto „Erlebnis Natur“. Die Veranstaltung findet ab 19 Uhr in der Göppinger Volkshochschule bei freiem Eintritt statt.

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