Nasenbärenbabys lieben Bufdi

Vor acht Wochen kamen im Kleinen Tierpark Göppingen Nasenbärenbabys auf die Welt. Seit fünf Wochen kümmert sich Sabina Funk um den Nachwuchs. Sie macht ihren Bundesfreiwilligendienst im Tierpark.

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Bufdis, so die Abkürzung für den Bundesfreiwilligendienst, sind in vielen Bereichen aktiv. Die 19-Jährige Sabina Funk ist im Tierpark. „Ich wollte nach dem Abitur etwas Gutes tun“, beschreibt sie ihre Motivation. Jetzt tollen zwei Nasenbärenbabys auf ihr herum. Rocky und Coda können nicht genug bekommen von ihrer „Mama“.

Vor acht Wochen kamen drei Nasenbärenbabys auf die Welt. Drei Wochen nach der Geburt gab es Rangeleien im Gehege. Ein Baby konnte nicht gerettet werden. Rocky und Coda wurden von den anderen getrennt und sind seither bei Sabina Funk. Anfangs waren die kleinen Racker gerade einmal so groß wie die Handfläche eines Mannes und wogen etwa 300 Gramm. Alle drei Stunden mussten sie mit dem Fläschchen gefüttert werden. Sabina Funk war also rund um die Uhr beschäftigt. Sie nahm sie über Nacht nach Hause, geschlafen haben die beiden in einem Hasenkäfig. Alle drei Stunden klingelte der Wecker bei der jungen Frau und sie fütterte den hungrigen Nachwuchs.

Jetzt bekommen Rocky und Coda alle fünf Stunden ein Fläschchen. „Ich füttere sie mit Hundeaufzuchtsmilch“, erklärt Funk, während die Nasenbärenbabys um ihren Hals klettern, den Rücken runter und den Bauch wieder hinauf. Klettern sei die Lieblingsbeschäftigung von Nasenbären, da unterscheiden sich die Kleinen nicht von den ausgewachsenen Tieren der Gattung. „Mit der Nase im Dreck wühlen“, das tun Rocky und Coda auch mit Vorliebe, so Funk.

Ein ausgewachsenes Männchen bringt es auf etwa sechs Kilo. Nasenbären werden im Schnitt 16 Jahre alt. Rocky und Coda kann man an den Kringeln um ihre Schwänze unterscheiden, der eine hat neun, der andere elf. Die beiden werden vorerst die letzten Nasenbärenbabys in Göppingen sein. Sie werden kastriert, weil es schwierig sei, den Nachwuchs unterzubringen, so Funk. „Sobald sie Fleisch essen“, wird Sabina Funk sich von den beiden als Pflegemama verabschieden, bis dahin wird sie weiterhin Futterstelle, Kletterbaum und Kuschelecke für die Kleinbären sein.

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