Nach über einem Jahr Pause öffnet im Stauferpark die Krypta wieder

Nachdem die Brandschutzmängel behoben wurden, kann im Untergeschoss der Chapel wieder gefeiert werden. Die weiteren Räume der ehemaligen Kirche werden wohl bis April 2016 geschlossen bleiben.

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Erinnerung an die Zukunft: Mit einer "Kryptonite" wird die Krypta im Stauferpark am Freitag nach einem Jahr Pause wieder eröffnet. Zumindest im Untergeschoss der Chapel sind die Brandschutzmängel inzwischen beseitigt.  Foto: 

Comeback der Krypta im Göppinger Stauferpark: Nach einem Jahr Pause findet im Untergeschoss der ehemaligen Militärkirche Chapel am kommenden Freitag erstmals wieder eine Party statt. Aufgrund von Brandschutzmängeln hatte die Chapel im Januar des vergangenen Jahres schließen müssen. Den Auftakt wird nun die traditionelle "Kryptonite" machen, bei der die Wiedereröffnung gebührend gefeiert werden soll. Ab 21 Uhr geht's los, die DJs Micha und HaPe werden einen "Groovy Dance Music Mix" servieren. "Es passen etwa 200 Leute in die Krypta. Wir rechnen damit, dass die Veranstaltung diesen Freitag sehr gut besucht wird und der Bereich ausgenutzt wird", ist Alexander Knüppel, Pächter und Vorsitzender des Vereins Fabrik für Kunst und Kultur (FKK), für Freitag zuversichtlich.

An der Struktur der Veranstaltungen soll nichts geändert werden: "Wir möchten unser Programm so fahren wie vor der Schließung", betont Knüppel. Zu diesem Programm gehöre die "legendäre Kryptonite", die jeden ersten Freitag im Monat, begleitet von drei DJ-Teams, dafür sorgen soll, dass so "richtig abgetanzt" werden kann.

Weitere Konzerte und Veranstaltungen für jede Altersklasse und Musikrichtung werden in den nächsten Monaten folgen: Am 20. Juni werden sechs Bands aus den Regionen Ulm, Schwäbisch Gmünd und Göppingen ein Konzert mit dem Titel "Chapel unchained" rocken. Zum Tanzen gibt es für alle Cyber- und Gothic-Fans am 18. Juli die "Church Noir", und für Techno-Liebhaber wird am 31. Juli die "Belluna Party" stattfinden. Der Verein FKK wird Mieter der Chapel bleiben. Derzeit werde aber noch an dem Mietvertrag gefeilt.

Der Gemeinderat hatte Ende März beschlossen, dass die FKK einen Zuschuss von 15 000 Euro für die Krypta erhält, um den 100 Quadratmeter großen Veranstaltungsraum so weit wieder herzurichten, dass er unbedenklich genutzt werden kann. Der Zuschuss war ausreichend, um Brandschutztüren einzubauen, elektrische Leitungen neu zu verlegen und einen Elektroverteiler im ersten Fluchtweg brandschutztechnisch abzutrennen. "Die aktiven Mitglieder des Vereins haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um nach den Umbauarbeiten alles wieder sauber, verputzt und gestrichen zu bekommen", erzählt Johannes Messer, Vereinsmitglied der FKK. Die Arbeiten, bei denen die Mitglieder des Vereins ehrenamtlich angepackt haben, hätten etwa sechs Wochen gedauert. "In Zukunft möchten wir unsere Räumlichkeiten auch privat vermieten. Außerdem planen wir vermehrte Kooperationen mit regionalen Vereinen", informiert Knüppel.

Mit der Eröffnung der Krypta könne der Verein wieder erste Einnahmen erzielen und Besucher an sich binden, denn die Eröffnung der Chapel ist noch lange nicht in Sicht. "Der Baubeschluss für die Sanierungsarbeiten im Kirchenschiff durch den Gemeinderat steht noch aus, ebenso die Zustimmung zum Abschluss eines Pachtvertrags", erklärte der Pressesprecher der Stadt Göppingen, Olaf Hinrichsen, am Montag auf Anfrage. Die Beschlüsse seien für Anfang Juli geplant, dadurch werde eine Beauftragung für die Umbauarbeiten wohl nicht vor Oktober möglich sein. "Bei einer unterstellten Bauzeit von rund sechs Monaten könnten die Arbeiten dann im März oder April 2016 abgeschlossen sein", schätzt Hinrichsen.

Breite Mehrheit für den Erhalt der Chapel

Schließung: Am 29. Januar 2014 hatte die Stadt die Chapel aus Brandschutzgründen geschlossen.

Fläche: Der eigentliche Kirchenraum der Chapel hat 230 Quadratmeter, die Empore 30 und der Nebenraum 40 Quadratmeter. Die "Krypta" im Untergeschoss weist knapp 100 Quadratmeter auf.

Beschluss: Im Göppinger Gemeinderat zeichnete sich im Dezember 2014 eine breite Mehrheit für den Erhalt der ehemaligen Militärkirche im Stauferpark ab.

Kosten: Im Spätsommer hatte ein Architekt den Aufwand noch auf 900.000 Euro beziffert. Im November war die Stadt dann von 700.000 Euro ausgegangen. Im Januar 2015 verkündete Baubürgermeister Helmut Renftle, dass die Kosten auf 400.000 Euro gedrückt werden können - "unter Vorbehalt".

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Zukunft der Chapel

Die Chapel im Göppinger Stauferpark war geschlossen. In der ehemaligen Kirche der Amerikaner haperte es am Brandschutz. Ohne Sanierungsarbeiten durften dort keine Veranstaltungen mehr stattfinden.

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