Mutmaßliche Einbrecher stehen vor Gericht

In Pforzheim wird gegen drei Männer verhandelt, die der Staatsanwalt verdächtigt Teil einer Bande zu sein, die im Kreis Göppingen ihr Unwesen trieb.

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Ein Angeklagter wohnt im Landkreis Karlsruhe und lebt von Sozialhilfe, einer wohnt in Ludwigshafen, war aber auch schon viel in Südeuropa unterwegs, der dritte Mann will eingereist sein, um Gebrauchtwagen in Deutschland zu kaufen und nach Georgien zu exportieren. Er hat keinen festen Wohnsitz, schläft mal im Auto, mal im Hotel. Dass die drei sich zufällig getroffen haben, um im Dezember 2014 spontan nach Ötisheim zu fahren und dort gemeinsam in ein Einfamilienhaus einzubrechen, daran mag Staatsanwalt Klaus Stohrer nicht so recht glauben. Er wirft dem Trio vor, sich spätestens im November vergangenen Jahres einer Bande von Landsleuten angeschlossen zu haben, die insbesondere den Landkreis Göppingen mit einer Einbruchserie überzogen haben. Die Anklage lautet auf schweren Bandendiebstahl.

Tatsächlich sind die drei Georgier im Alter zwischen 23 bis 27 Jahren am Abend des 17. Dezember 2014 einer Ermittlergruppe aus Göppingen, die sich auf die Spur der Einbrecherbande gesetzt hatte, beinahe ins Netz gegangen, als diese ein Fahrzeug mit Verdächtigen observierten und dabei nach Ötisheim folgten. "Das Auto ist in einer Straße mehrfach auf und ab gefahren. Es wurde von 18.58 bis 19.23 Uhr im Kreuzungsbereich geparkt, dann sind drei Personen in Richtung Bretten weitergefahren", berichtete ein Polizist aus Göppingen. Zeit genug für einen Einbruch, folgerten die Beamten. Der Audi, in dem sich noch die Beute befand, wurde nach wenigen Kilometern in Bauschlott (Enzkreis) angehalten. "Die Meldung über den Einbruch kam zeitgleich zur Festnahme."

Gelohnt hat sich die Arbeit an diesem Tag nur für die Polizei. Das Haus des 33-jährigen Einbruchopfers ist für Kriminelle keine Fundgrube an Schätzen. "Ich habe im Haus nichts von großem Wert", erklärte er. Der Schaden beläuft sich auf deutlich unter 500 Euro. Ein Angeklagter bat nun ausreisen zu dürfen: "Ich habe vor kurzem geheiratet und einen einjährigen Sohn, die machen sich bestimmt große Sorgen um mich. " Vor dem Schöffengericht unter Vorsitz von Karl-Michael Walz blieben die Angeklagten wortkarg. Über ihre Verteidiger räumten sie den Einbruch in Ötisheim ein, blieben Details zum Ablauf und Organisation aber schuldig.

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