Multitalent von Jazz bis Oper

Ob komisch, ob tragisch, ob Klassik, Musical, Pop- und Jazzmusik oder mit ihrer Gesangsschule, die begnadete Sopranistin Jessica Eckhoff hat sich in der Branche längst zu einer festen Größe entwickelt.

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Vielseitig und eine Klasse für sich: Jessica Eckhoff ist auf vielen Bühnen zuhause. Sie bereichert auch das Musikleben ihrer Heimat Göppingen und gibt ihre Erfahrungen an Schüler weiter.  Foto: 

"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum", begleitet Friedrich Nietzsches Zitat das Leben von Jessica Eckhoff. Noch keine Ewigkeit, aber schon eine ganz schöne Weile ist die zierliche, in Kirchheim/Teck geborene Sopranistin aus unzähligen Veranstaltungen rund um Göppingen und darüber hinaus nicht mehr wegzudenken. Mit 15 Jahren kam die Liebe zur Musik zeitgleich mit dem Gesangsunterricht an der Jugendmusikschule Göppingen, wo sie in Folge gleich als mehrfache Preisträgerin bei "Jugend singt" und "Jugend musiziert" von sich reden machte.

Mit strahlender Stimme untermauerte Jessica Eckhoff immer deutlicher ihr Talent, feierte bereits während ihres Gesangsstudiums an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg ihr erstes Gastspiel bei den Internationalen Ludwigsburger Schlossfestspielen. Obendrein absolvierte sie Meisterkurse bei Renato Capecchi und Werner Hollweg für Gesang sowie bei Byblis Tempesta zum Studium des Belcanto in San Remo in Italien.

Weitere wichtige Stationen waren die Verpflichtung am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Flensburg, zahlreiche Gastspiele an Theaterstätten in Augsburg, Hof, Oldenburg sowie den Heidelberger Schlossfestspielen. "Eine Opernsängerin muss tingeln und sollte recht flexibel sein", sagt Jessica Eckhoff und spürte damals oft was es heißt, seine Familie zu vermissen.

Mittlerweile ist die 43-jährige zweifache Mama und reist von Göppingen aus zu ihren Engagements. "Lampenfieber habe ich erst kurz vor dem Auftritt, doch der legt sich zum Glück schnell wieder", verrät sie lachend. Nirgendwo Schärfen, stattdessen makellosen stimmgewaltigen Koloraturgesang bis in die höchste Höhen und zugleich flankiert in silbrig-warmes Timbre, in dem in jeder Figur viel Seele mitklingt, ist sie als Christel, Annina, Adele, Ottilie sowie Arsena eine längst mit den Stauferfestspielen fest verwurzelte Institution.

Gleichfalls überzeugt die vielseitige Konzert- und Liedsängerin in weiteren Rollen als Zerlina (Don Giovanni), Gretel (Hänsel und Gretel), Maria (West Side Story), Pamina (Zauberflöte), Serpetta (Gärtnerin aus Liebe) oder Atalanta (Xerxes) und in Bühnenshows oder Eigenproduktionen wie "Glanzlichter" oder der "Hommage an Barbra Streisand". Auch das Schauspieltalent kommt bei Jessica Eckhoff nicht zu kurz: mit Leidenschaft, verblüffender Mimik nebst Mut zur Hässlichkeit glänzt sie in Oper und Operette gleichwohl in ernsten, tragischen oder humorvollen Rollen. Ihre Erfahrungen in allen Stilrichtungen gibt sie in ihrer Gesangschule an die Schüler weiter. "Die ursprünglichste und einfachste Art Musik zu machen, ist das Singen: Der Mensch trägt sein Instrument stets bei sich und braucht keine musiktheoretische Vorbildung, um es zu benützen. Insofern kann jeder Singen lernen", ist die diplomierte Gesanglehrerin seit über 20 Jahren überzeugt.

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