Mobiler Brecher ist weltweit aktiv

Für den mobilen Prallbrecher "Mobirex Evo 2", der zur Zerkleinerung von Steinen eingesetzt wird, hat das Göppinger Unternehmen Kleemann unlängst den Innovationspreis in der Kategorie Industrie erhalten.

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Der mobile Prallbrecher "Mobirex Evo 2"  Foto: 

Immer wieder verlassen Schwertransporte das Werksgelände im Göppinger Stauferpark oder eine der wuchtigen Anlagen kommt dort an, um gewartet zu werden: Rund 600 Brecher baut und repariert die Firma Kleemann jedes Jahr und hat sich in der Branche zu einem der drei größten Herstellern von raupenmobilen Brecheranlagen in der Welt etabliert. Diese werden weltweit wie auch lokal eingesetzt. In der Region stehen unter anderem auch an der Bahnbaustelle Stuttgart-Ulm, im Rahmen des Projekts Stuttgart 21, Modelle des Göppinger Herstellers. In den Anlagen wird das Gestein, das aus dem Tunnelbau auf der Albhochfläche oder auch in Stuttgart gefördert wird, direkt vor Ort zerkleinert. Kiesgroß werden die Gesteinsbrocken gemahlen - ganz nach Bedarf.

Und die Anforderungen auf den internationalen Baustellen sind sehr verschieden. Um einen möglichst flexiblen Einsatz zu gewährleisten, hat Kleemann "Mobirex Evo 2" entwickelt, der für diese Nutzung ideal sei. Denn: Neben der traditionellen Aufbereitung von Beton- und Ziegelabbruch werden heute zunehmend auch Asphaltfräsgut und Asphaltschollen aufbereitet. Das neuartige Maschinenkonzept erlaubt es, die Anlagen auch in härteren Naturgesteinen wirtschaftlich einzusetzen. Die Effizienz der neuen Anlagen zeige sich besonders in ihrem innovativen Antriebskonzept. Der kraftvolle direkt angetriebene Brecher, kombiniert mit den elektrischen Antrieben der Förderkomponenten, sorgt für den niedrigsten Kraftstoff-Verbrauch am Markt pro Tonne Endprodukt.

Die Anlagen sind mit den neuesten Motoren und aktuellsten Abgasnormen erhältlich. Die elektrischen Antriebe und die geringe Menge an mitgeführtem Öl ermöglichen den Einsatz der "Evo 2"-Anlagen auch in sensitiven Umweltbereichen. Der Einsatz mobiler Brechanlagen reduziert weiterhin den CO2-Ausstoß durch Vermeidung unnötiger Lkw-Transporte im Vergleich zu einer stationären Aufbereitung - entlang der A 8 Richtung Stuttgart ist das gut zu sehen. Dort wird das Gestein aufbereitet, also zerkleinert, und dann in großen Bergen gesammelt - um vor Ort wieder als Schotter verwendet zu werden. So muss das Material nicht abtransportiert und später wieder angefahren werden.

Effizienz zu steigern, bedeutet aber auch kürzere Rüstzeiten und eine einfache Transportierbarkeit der Anlagen. Einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Performance der "Evo 2" trage ein neues Materialflusskonzept bei, das eine kontinuierliche Auslastung des Brechers zum Ziel habe, betont das Unternehmen. Ein weiterer Grund, warum die Innovation von Kleemann auf dem Markt gut ankommt: Die Anlage gilt als die sicherste mobile Prallbrecher-Anlage überhaupt. Dies hat die Berufsgenossenschaft RCI durch die Überreichung des Förderpreises für das Lock & Turn System im vergangenen Jahr honoriert.

Neben dem Innovationspreis des Landkreises und der Kreissparkasse Göppingen hat die Anlage weitere Preise erhalten. "Die mobilen Prallbrecher ,Mobirex Evo 2' haben gezeigt, dass ausgeprägtes Innovationsdenken zu eindeutig besseren Ergebnissen führt. Weltweit nimmt die Mobirex Evo in ihrem Marktsegment sicherlich eine Sonderstellung in puncto Leistung, Effizienz und Design ein", sagt Dr. Volker Nilles, technischer Geschäftsführer bei der Kleemann GmbH.

Die Kleemann GmbH ist ein Unternehmen der Wirtgen Group, einem international tätigen Unternehmensverbund der Baumaschinenindustrie. Kleemann blickt auf eine über 150-jährige Geschichte zurück. Das Göppinger Unternehmen baut heute mobile Brech- und Siebanlagen für die Naturstein- und Recyclingindustrie. Die weltweite Kundenbetreuung erfolgt durch 55 eigene Vertriebs- und Servicegesellschaften. Am Standort in Göppingen arbeiten heute rund 400 Beschäftigte - doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. Auf 12,5 Hektar Fläche hat der Anlagenbauer sowohl seine Verwaltung als auch seine Produktion gebündelt - und expandiert im Industriegebiet Stauferpark derzeit weiter.

Hier geht es zum Film der Göppinger Filstalwelle über den Innovationspreis-Gewinner Kleemann.

Die Preisträger

Serie: Der Innovationspreis ist eine Gemeinschaftsinitiative der Wirtschafts- und Innovationsförderungsgesellschaft für den Landkreis (Wif) und der Kreissparkasse Göppingen. In einer Serie stellen wir die Innovationspreisträger in den nächsten Wochen vor. Ausgezeichnet wurden in der Kategorie Industrie die Firma Kleemann GmbH aus Göppingen und Kolberg Percussion GmbH aus Uhingen. Der Preis für die innovativste Dienstleistung ging an die NIC Services and Support GmbH aus Eislingen. Ausgezeichnet wurden auch das Bestattungsinstitut Maichle aus Geislingen und Unternehmer Willi Kopf.

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