Mittalterfans strömen trotz Maientag

Trotz des parallel stattfindenden Maientags kamen mehr Besucher als im Vorjahr zum Stauferspektakel.

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Der Mittelaltermarkt bot Unterhaltung.  Foto: 

Baden in einem mittelalterlichen Pool? Vier Tage auf Heuballen übernachten? Das sind Vorschläge von den Markthändlern des Stauferspektakels, die wie alle Mitwirkenden wieder sehr zufrieden waren. Ob die Besucher ab dem nächsten Jahr vier Tage lang im Zelt nächtigen oder in einem eigens angelegten See baden können, das kann sich Veranstalter Karl Göbel in den kommenden Monaten überlegen.

„Für mich sind diese Mittelaltermärkte immer eine prima Gelegenheit, buchstäblich aus dem Anzug in eine andere Haut zu schlüpfen“, verrät Gernot in seiner Mönchskutte, der ansonsten hinter dem Bankschalter steht. Seit vier Jahren widme er sich diesem Hobby, „weil diese Leute so tiefenentspannt“ seien. Nicht alle wählen diese friedliche Variante, beim Anblick mancher Besucher, bizarr verkleidet und mit messerscharfen Accessoires ausstaffiert, kann es einem mitunter fast ein wenig mulmig werden. Doch das alles ist nur für den „historischen Laufsteg“, im Grunde wollen auch die Gewandeten nur ein paar vergnügliche Stunden verbringen.

Längst darf man dem Stauferspektakel fast einen volkstümlichen, ja fast familiären Charakter zuschreiben. Ob alt, ob jung, ob passend im Mittelalter- oder Freizeitlook, ob mit Kinderwagen, Rollstuhl oder mit dem Motorrad angereist, vier sonnige Tage lang waren Tausende von Menschen aus Nah und Fern wieder mit Leib und Seele bei der Sache. „Trotz des Maientags so viele Besucher zu haben, das ist schon eine Hausnummer“, freut sich Karl Göbel und zeigte sich selbst überrascht, dass trotz der Hitze so viele gekommen waren. Bedenken, dass die Leute wegen des Göppinger Maientags wegbleiben würden, hatte er nicht. „Das sind zwei ganz unterschiedliche Pattformen, und die vier Tage von Christi Himmelfahrt bis Sonntag sind seit Beginn 2005 jedes Jahr fest für das Stauferspektakel eingeplant“, verrät der Veranstalter. Bereits vor zwei, drei Jahren, habe ihm OB Guido Till die Terminüberschneidung mitgeteilt, die aber „leider nicht anders zu händeln war“.

Donnerstags den Tag über und Samstagabends bis weit in die Nacht hinein waren es von der Besucherzahl her die „phänome­nalsten Tage“, wenngleich auch der kinderfreundliche Freitag immer besser angenommen werde, berichtet Göbel und betont: „Doch am  schönsten ist immer, dass alles friedlich vonstattengeht. Kein Unfrieden, keine Chao­ten, keine Polizei, so muss es sein“.

Ein Video vom Spektakel:

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