Mitmachen kann Leben retten

Bereits zum zweiten Mal waren Ärzte und weiteres medizinisches Personal in der Kaufmännischen Schule in Göppingen, um insgesamt 350 Schülern Blut für eine anschließende Typisierung abzunehmen.

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350 Schüler ließen sich an der Kaufmännische Schule piksen, um sich als mögliche Knochenmarksspender registrieren zu lassen. Foto: Giacinto Carlucci

Bei der groß angelegten Typisierungsaktion an der Kaufmännischen Schule Göppingen geht es darum, durch eine aufwendige Untersuchung einen potentiellen Spender zu finden, dessen Stammzellen identisch mit denen eines an Leukämie erkrankten Menschen sind. Oft hängt das Überleben von an Leukämie Erkrankten davon ab, rechtzeitig einen geeigneten Stammzellenspender zu finden. Für den Spender ist die Stammzellenentnahme in der Regel ungefährlich, für den Empfänger kann sie die Lebensrettung bedeuten.

Die Schüler der Kaufmännischen Schule wurden durch Infotafeln umfassend zu diesem wichtigen Thema informiert. Fälle von Kindern und Jugendlichen, die erkrankt waren und gerettet wurden oder solche, die auf eine Spende warten, bewegten die Jugendlichen.

Darüber hinaus gab es auch Info-Tafeln, auf denen das medizinische Verfahren beschrieben wurde. In zahlreichen Klassen wurde über das Thema diskutiert. Vielfach hörte man dabei den Kommentar: "Das lässt keinen kalt."

So war auch die Reaktion zu verstehen, dass sich insgesamt 350 Schüler zu einer Typisierung bereit erklärten. Voraussetzung für eine solchen Typisierung ist neben dem Fehlen bestimmter Krankheiten ein Alter zwischen 18 und 55 Jahren sowie ein Body-Master-Index unter 40.

Der Schulleiter der Kaufmännischen Schule, Dr. Werner Faustmann, sprach von einem großen Erfolg: "Wenn es uns gelingt auch nur einem Menschen zu helfen, dann haben wir sehr viel erreicht. Es entspricht auch ganz dem Leitbild unserer Schule solidarisch zu handeln, anderen zu helfen und aktiv mitmenschlich zu sein."

Die Typisierungsaktion wurde von schulischer Seite von den beiden Lehrern Susanne Protz und Karl Gunzenhauser mit viel Engagement organisiert. Ansprechpartner der Schule ist die Deutsche Knochenmarksspenderdatei (DKMS), die auch dieses Mal wieder mit Geldspenden aus Betrieben, von Eltern, Lehrern und Schülern unterstützt worden ist.

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