Mit Sandsäcken gegen das Eis

Eiszeit im Mörikepark: Der Schieberegler, der den Wasserfluss des Brühlbachs reguliert, funktioniert nicht mehr. Das austretende Wasser droht nun die Mörikestraße in eine Eisbahn zu verwandeln.

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Mitarbeiter der Stadt versuchen mit Sandsäcken, die Ausbreitung einer dicken Eisschicht in den Mörikeanlagen zu verhindern. Foto: Staufenpress

Ein vereister See mitten in den Göppinger Mörikeanlagen? Zumindest sieht es so aus. Wo sonst Wege und Wiesen zu sehen sind, glänzt eine 40 Zentimeter dicke Eisschicht. "Auch wenn es wieder milder wird, dauert es mindestens zwei Wochen, bis das Eis geschmolzen ist", schätzt eine städtische Angestellte. Ihre Kollegen waren gestern den ganzen Tag damit beschäftigt, Sandsäcke auszulegen. Da sich das Eis inzwischen bis zu den Gehwegen der am Park angrenzenden Mörikestraße ausgebreitet hat, musste zu drastischen Maßnahmen gegriffen werden.

"Mit den Sandsäcken versuchen wir zu verhindern, dass das Wasser auf die Straße läuft", so Rolf Mayer von den Göppinger Stadtwerken. Der Mörikepark bleibt vorerst unbegehbar. Das lässt sich auch nicht ändern, indem man Split streut. Die Eisfläche ist so spiegelglatt, dass die kleinen Steinchen wegrutschen. Der Einlauf des Brühlbachs im oberen Teil des Mörikeparks ist auch vereist. "Der Schieberegler kann wegen des Eises nicht mehr richtig abdichten", erklärt Jochen Gugel, Leiter der Göppinger Stadtentwässerung. Auch der Ablauf im unteren Teil des Mörikeparks auf Höhe des Brunnenhäusles ist dicht. Bisher konnte das Wasser unterhalb der Eisschicht durchfließen, nun quillt es überall heraus und gefriert sehr schnell.

Die Mitarbeiter der Stadt rücken dem Eis nicht nur mit Sandsäcken auf die Pelle. Gestern Morgen brachten sie eine so genannte Absperrblase am Einlauf des Brühlbaches an. Sie soll verhindern, dass noch mehr Wasser in den Park fließt und den beeinträchtigten Schieberegler vorübergehend ersetzen. Ein leerer Gummischlauch wird an dem Kanal angebracht und so lange mit Druckluft befüllt, bis kein Wasser mehr durchdringt. Damit könne das Wasser nun problemlos durch die Kanalisation abfließen und eine weitere Vereisung der Mörikeanlagen verhindert werden, so der Leiter der Göppinger Stadtentwässerung.

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