Mit Älteren im Gespräch

Die Besuchsdienste der Krankenpflegevereine Göppingen und Faurndau sind ein Gewinn für alle Beteiligten. In einem Festgottesdienst wird am Sonntag das ehrenamtliche Engagement herausgestellt.

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In Faurndau seit fünf, in Göppingen seit bereits zehn Jahren nehmen sich allwöchentlich Ehrenamtliche Zeit, um mit älteren Mitgliedern der Krankenpflegevereine ein bisschen Zeit zu verbringen. Auf unserem Foto von links: Elfi Krause, Iris Leinß, Christiane Honold und Pfarrerin Mechthild Friz. Foto: Margit Haas

In Faurndau seit fünf, in Göppingen seit bereits zehn Jahren nehmen sich allwöchentlich Ehrenamtliche Zeit, um mit älteren Mitgliedern der Krankenpflegevereine ein bisschen Zeit zu verbringen, gehen mit ihnen spazieren, lesen aus einem Buch vor oder hören einfach nur zu.

"Dieses ganz besondere Engagement unseres Besuchsdienstes wollen wir am Sonntag in den Mittelpunkt stellen", betont Mechthild Friz, Pfarrerin an der Göppinger Reuschkirche und Vorsitzende des Diakonie- und Krankenpflegevereins Göppingen. In Göppingen war dieser Besuchsdienst bereits vor zehn Jahren ins Leben gerufen worden, in Faurndau besteht er als ökumenisches Angebot der beiden Kirchengemeinden seit fünf Jahren. "Wir möchten damit unseren Mitgliedern etwas Wohltuendes anbieten", erklärt Christiane Honold, die Einsatzleiterin der Ehrenamtlichen, die ein gutes Gespür dafür hat, welche Menschen harmonieren. In Göppingen sind es zwischenzeitlich zwölf Frauen, in Faurndau sechs Frauen und zwei Männer, die einmal pro Woche einen Nachmittag "Zeit schenken". Und dabei überwiegend positive Erfahrungen machen.

"Ich engagiere mich aus dem Bedürfnis heraus, für andere etwas zu tun", stellt Elfi Krause fest, die von Anfang an dabei ist. Manchmal gebe es zwar auch bedrückende Situationen, aber "die Begegnungen bringen mir sehr viel", bekräftigt die Göppingerin. "Es beglückt mich immer wieder, wie unglaublich offen alte Menschen über ihr Leben sprechen, auch über Dinge, die die Familien nie gehört haben". Voraussetzung sei freilich, dass man ihnen zuhört und auf sie eingeht.

Iris Leinß hat sich schon als Schülerin in der Seniorenarbeit engagiert und fühlt sich im Besuchsdienst "äußerst wohl". Sie erlebt immer wieder, dass es wichtig ist für die älteren Menschen, "Impulse auch von außerhalb der Familie zu bekommen". Durch die Kontakte zu den Menschen habe sie ein anderes Verhältnis zum Tod bekommen. Denn auch das Abschiednehmen ist Alltag für die Ehrenamtlichen. Sei es, dass jemand in ein Altenheim verlegt werden muss, sei es, dass er stirbt. Dann oder auch in anderen schwierigen Situationen finden die Ehrenamtlichen Unterstützung bei Christine Honold. "Der Krankenpflegeverein macht es möglich, dass wir das Ehrenamt professionell begleiten", stellt sie fest.

Regelmäßig alle zwei Monate lädt sie zu einem Gespräch ein, und es gibt Fortbildungen, auch mit externen Referenten. Es gibt zwar keine umfangreiche Warteliste, aber "es könnten gerne mehr Ehrenamtliche sein, die sich im Besuchsdienst engagieren", stellt Christine Honoldt abschließend fest.

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