Minus bei Festspielen

|

Vielstimmig war das Lob für eine weit und breit einzigartige Veranstaltung. Fünfstellig waren die Besucherzahlen in der Werfthalle bei den sieben Auftritten des "Weißen Rössl" im Rahmen der Staufer-Festspiele. Fünfstellig fällt aber auch das Minus aus, bestätigte gestern Roland Bischoff, Geschäftsführer der Festspiele.

Man habe mit einer Auslastung von 85 Prozent kalkuliert, nachdem im vergangenen Jahren immer 92 bis 93 Prozent erreicht worden waren. Tatsächlich betrug die Auslastung beim "Weißen Rössl" aber 80 Prozent - zu wenig, um die Investitionssumme zu schultern, die trotz des riesigen ehrenamtlichen Engagements bei 550 000 Euro liege. Das Defizit müssen nun zunächst die fünf Gesellschafter tragen, erklärte Bischoff. Bei den Beteiligten, die derzeit noch mitten im Abbau stecken, habe das schon ein bisschen Frust ausgelöst, räumte der Geschäftsführer ein. Das finanzielle Ergebnis sei aber zweitrangig. "Wichtig ist, dass es dem Ensemble und den Zuschauern Spaß gemacht hat", resümiert Bischoff. Das Defizit sei zwar ein Problem , das es nun zu lösen gelte. Der Fortbestand der Staufer-Festspiele sei dadurch aber keinesfalls gefährdet. Die Festspiele seien ein viel zu großes Projekt, um sie von einer Saison abhängig zu machen. Das Gesamtfazit fällt deshalb auch nach der vierten Auflage sehr positiv aus. "Welche Veranstaltung in Göppingen schafft es schon, 10 0000 Menschen zur Kultur zu bringen", fragt Bischoff.

Noch sei es zu früh, die Gründe zu erforschen, warum die Operette diesmal nicht ganz so viel Publikum angelockt habe. Sicher müsse man bei einigen Punkten ein bisschen umdisponieren, meint Bischoff. Beispielsweise müssten die Festspiele etwas weniger von den Eintrittsgeldern abhängig werden und auch finanziell noch mehr Unterstützer an Land ziehen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Schlaganfallversorgung: Minister bleibt bei seiner Entscheidung

Das Positionspapier des Kreistags beeindruckt das Ministerium nicht: „Keine neuen Fakten.“ Kreisräte fordern Veröffentlichung des geheimen Gutachtens. weiter lesen