Migräne und Kopfschmerzen richtig anpacken

Von Migräne und Kopfschmerzen sind Millionen Menschen betroffen. Das eigene Verhalten beeinflusst den Verlauf. Beim Arzt-Patienten-Forum wurde deutlich: Ausdauersport hilft.

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Frauen sind häufiger von Kopfschmerzen betroffen als Männer. So verwunderte es nicht, dass zum Arzt-Patienten-Forum von Kreisärzteschaft, Volkshochschule Göppingen und NWZ weit mehr Frauen als Männer gekommen sind. Gerade sehr viele junge Frauen, die häufig ab der Pubertät an Migräne samt Begleiterscheinungen leiden, erhofften sich von den Experten Tipps, wie sie ihren Beschwerden begegnen können. Die Mediziner wie auch die von Dr. Hans-Joachim Dietrich befragten betroffenen Patienten betonten, dass die persönlichen Verhaltensweisen ganz wesentlich auf den Schmerzverlauf und seine Häufigkeit Einfluss nehmen. Ernährung, ein geregelter Tagesablauf, aber vor allem regelmäßiger Ausdauersport seien von entscheidender Bedeutung.

Vorbeugend können zudem verschiedene Medikamente wirken, die nur in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden sollten. „Beim Kopfschmerz handelt es sich um ein Symptom mit vielfältiger Ursache“, stellte der Internist Dr. Joachim Kempter fest. Er werde einen primären und einen sekundären Schmerz eingeteilt. Letzter hat körperliche Ursachen, weshalb eine „ausführliche Erhebung der Krankengeschichte und Untersuchung des Patienten wegweisend für eine exakte Zuordnung des Kopfschmerzes, wie auch zu dessen genauer Diagnose ist“, betonte der Mediziner. Auslöser von Kopfschmerzen kann so gut wie alles sein: Stresssituationen oder plötzliche Ruhephasen, Veränderungen im Tagesablauf oder eine andere Ernährung. Wer an mehr als zehn Tagen im Monat zur Kopfschmerztablette greift, sollte unbedingt den Arzt aufsuchen. Der muss dann eine Diagnose unter „220 verschiedenen Kopfschmerzarten“, so der Neurologe Markus Schad, stellen.

Alarmzeichen für Schädigungen des Gehirns, die Kopfschmerzen auslösen, kann ein plötzlich auftretender Schmerz sein oder die Veränderung eines schon länger bestehenden Schmerzes. Aber auch kognitive Beeinträchtigungen oder Fieber und epileptische Anfälle sollten untersucht werden. Zu den primären Kopfschmerzen zähle die Migräne, deren auslösende Faktoren letztendlich nicht bekannt seien. Wer mehr als drei Attacken im Monat habe, sollte nicht nur sein Verhalten überdenken, sondern prophylaktisch Medikamente nehmen.

Auch die Psychiaterin und Psychotherapeutin Sandra Schmid-Domay aus Süßen betonte die Bedeutung der Lebensweise für die Häufigkeit und den Verlauf von Kopfschmerzen. Sie empfiehlt, Strategien zur Schmerzbewältigung zu entwickeln, die bei jedem anders aussehen können. „Es gilt, die richtige Balance zwischen Aktivität und Erholung zu finden.“ Nachdrücklich empfahl sie aber, unbedingt zwei bis drei mal pro Woche jeweils circa eine Stunde eine Ausdauersportart auszuüben und sich nicht nur auf die Wirkung von Medikamenten zu verlassen.

Info „Was einem an die Nieren geht“ ist das Thema des nächsten Arzt-Patienten-Forums am 27. Juni. Referenten werden Professor Dr. Mark Schader, Ärztlicher Direktor der Klinik für Urologie der Universität Ulm, Dr. Frank Genske vom Dialyse-Zentrum Göppingen und Dr. Klaus-Dieter Hanel, Chefarzt an der Klinik am Eichert sein.

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Kommentare

28.04.2013 06:12 Uhr

Clusterkopfschmerz

Wer stechende, fast nicht auszuhaltende, einseitige Kopfschmerzen hinter dem Auge hat, kann sich hier näher informieren:

www.ck-wissen.de

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