Miese Tricks am Telefon

Vor Betrügern ist niemand gefeit. Sie ködern ihre Opfer mit vermeintlichen Gewinnen, um selbst Geld abzuzocken. Dabei lassen sich böse Überraschungen leicht vermeiden. Die Polizei sagt, wie man sich schützt.

|
Die Polizei warnt vor Anrufen mit vermeintlichen Gewinnversprechen, bei denen Betrüger abkassieren.  Foto: 

Im Kreis Göppingen werden immer wieder Menschen Opfer von Trickbetrüger - wie jüngst ein älterer Mann aus Heiningen, der als "Anzahlunsgebühr" für einen vermeintlichen Kreuzworträstel-Gewinn 2000 Euro auf ein ausländisches Konto überwiesen hatte.

Die Kriminellen setzen auf die Gutgläubigkeit ihrer bevorzugt älteren Opfer. "Das Versprechen angeblich hoher Gewinne ist eine Masche, die Betrüger in unterschiedlichsten Varianten anwenden", erklärt Uwe Krause von der Pressestelle des Ulmer Polizeipräsidiums. "Die Methode ist immer die gleiche: Vor einer Gewinnübergabe werden die Opfer dazu aufgefordert, eine Gegenleistung zu erbringen."

Dabei lassen sich böse Überraschungen mit Betrügern leicht vermeiden. Die Polizei erklärt, wie man sich schützen kann:

Bei Gewinnversprechen sollte man grundsätzlich vorsichtig sein - insbesondere dann, wenn die Übergabe an Bedingungen geknüpft ist, etwa eine größere Geldsumme zu bezahlen, eine Veranstaltung zu besuchen oder aber eine kostenpflichtigen Telefondienst anzurufen. Seriöse Unternehmen knüpfen die Gewinnausschüttung nicht an Bedingungen. Das heißt also auch, niemals Geld auszugeben, um einen vermeintlichen Gewinn abzufordern oder Gebühren zu bezahlen. Wer angerufen wird und mitgeteilt bekommt, er habe bei einem Gewinnspiel gewonnen, der sollte gezielt Fragen an den Anrufer stellen: Namen, Adresse und Telefonnummer der Verantwortlichen, um welche Art von Gewinnspiel es sich handelt - und was man nun genau gewonnen hat.

Die Polizei rät dringend, die Nummer zu notieren, die auf dem Display des Telefons angezeigt wird.

Unbedingt eine schriftliche Gewinnbenachrichtigung fordern.

Nur Gewinne annehmen, bei denen man sicher ist, auch am Gewinnspiel teilgenommen zu haben. Betrüger machen es sich zu Nutze, dass gerade ältere Menschen häufig bei Gewinnrätseln und Verlosungen mitmachen und oft keinen genauen Überblick mehr haben.

Wer sich in Sachen Seriosität des Anrufers beziehungsweise Absenders unsicher ist, sollte sich sofort an die Polizei wenden.

Ganz wichtig: Niemals sollte man persönliche Informationen wie Adressen, Kontodaten, Kreditkartennummern oder Ähnliches weitergeben. Die Betrüger haben nichts Gutes damit vor.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Prozess: IS-Sympathisant will Kalaschnikow kaufen

24-Jähriger will Sturmgewehr im Darknet kaufen und gerät an einen BKA-Beamten. Er hat Sympathien für Reichsbürger, den IS und die Black Jackets. weiter lesen