Michael Grebner: „Eine Art ärztliche Ikone“ verlässt das Christophsbad

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Michael Grebner (r.), hier mit seinem Sohn, verlässt nach 33 Jahren das Christophsbad.  Foto: 

Neben einer optimistischen Grundeinstellung zum Leben, seiner ärztlichen Kompetenz und einer feinfühligen Mitmenschlichkeit wurde in den Reden zur Verabschiedung von Dr. Michael Grebner im Herrensaal des Göppinger Christophsbads auch dessen Geradlinigkeit, die in der Konsequenz habe unbequem sein können, hervorgehoben. Grebner, Oberarzt in der Gerontopsychiatrie, bekam Geschenke und bedankte sich mit zwei markigen Sätzen: „Gott sei Dank ist der Mensch zäher, als man denkt“ und „Wir sind in einer Demokratie, auch in einer Klinik“.

Das Klinikum ehrte den Mediziner mit einem Symposium. In drei Vorträgen ging es um die Alterspsychiatrie und ihre Zukunft (Michael Hüll, Freiburg), um die Palliativmedizinische Versorgung in der Region Alb-Fils (Andreas Schuler, Geislingen) und darum, was die Gerontopsychiatrie von der Palliativmedizin lernen könne (Klaus-Maria Perrar, Köln). Zuvor hatte Geschäftsführer Bernhard Wehde die vielen Gäste aus Politik, dem Landkreis, der Stadt Göppingen, aus den Netzwerken und dem Christophsbad begrüßt. Er dankte Grebner für seinen „hervorragenden Dienst“ in der medizinischen und wissenschaftlichen Arbeit, für seine Zuverlässigkeit und den Ansatz der Teilhabe. Er stellte die Bereiche vor, in denen sich Grebner zusätzlich engagiert, wie das Demenzhilfenetzwerk, den Viaduktverein oder die Arbeit als Hospizgeschäftsführer, um nur einige zu nennen. Außerdem ließ Wehde die Vita von Grebner, der vor 33 Jahren vom damaligen Ärztlichen Direktor, Dr. Burkhard Krauß, eingestellt worden war, Revue passieren.

Göppingens Oberbürgermeister Guido Till beleuchtete die persönliche Verbundenheit und die politische Seite von SPD-Kreisrat und Gemeinderat Grebner: „Er steht mit seiner Geradlinigkeit wie eine Eins da.“ Für die Alzheimergesellschaft Baden-Württemberg beschrieb Hartwig von Kutzschenbach die Entwicklung von Forschung, Behandlung und Versorgung und die ungelösten Aufgaben für die etwa 1,7 Millionen Demenzkranken in Deutschland. „Mut und Zuversicht geben und eine Akzeptanz der eigenen Logik eines Demenzkranken sind Grundhaltungen.“

In einer Laudatio nannte der Ärztliche Direktor Professor Nenad Vasic Grebner „eine Art ärztliche Ikone“, der trotz der vielen Aufgaben einen „ungeheuren Elan ausgestrahlt“ habe und „nah an den Patienten und Angehörigen“ gewesen sei. Professor Dr. Walter Hewer, Chefarzt der Gerontopsychiatrie, hatte die fachliche Laudatio übernommen und betonte darin auch den natürlichen Humor Grebners.

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