Mensamütter helfen bei der richtigen Ernährung der Schüler

An immer mehr Schulen im Kreis gehört die Mensa zum festen Angebot. Sie setzt auf eine vielseitige Auswahl. Beileibe nicht nur jüngere Schüler kommen häufig, um zum günstigen Preis gut zu essen.

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Das Mensaessen kommt an - und zwar nicht nur bei den jüngeren Kindern. Der Mensabetrieb ist in vielen Schulen im Landkreis Göppingen schon fester Bestandteil des Schullebens.  Foto: 

Wie kommt das Mensaessen bei den Schülern an? Und welche Altersgruppen besuchen eigentlich die Mensa?

Simone Späth, Vorsitzende vom Mensaverein des Göppinger Hohenstaufen-Gymnasiums, kann nicht klagen. Sie schätzt, dass im Durchschnitt 100 warme Essen am Tag und rund 10.000 im Jahr über die Mensatheke des Hohenstaufen-Gymnasiums gehen. Für 120 Schüler gibt es in der Mensa Platz und im Sommer können weitere 50 Hungrige auf der Terrasse sitzen und ihre Mahlzeit einnehmen.

Auch ältere Schüler besuchen die Mensa, sagt Simone Späth. Sie nehmen schon seit Jahren ihr Essen dort ein. Aber auch immer mehr Jüngere nehmen das Angebot an: "Vom Elternhaus, als auch von der Schule, besteht der Wunsch, dass die Schüler in der Schule bleiben und nicht das Schulgelände verlassen", meint Simone Späth. "Man muss dazu sagen, dass das Hohenstaufen-Gymnasium etwas außerhalb der Stadt liegt und nicht wie das Freihof-Gymnasium oder die Uhland-Realschule direkt im Zentrum". Im Hogy werden zusätzlich jeden Tag Butterbrezeln, Hot-Dogs, Obst, Desserts und weitere Snacks angeboten. Die Schule legt viel Wert darauf, dass sich die Lieferanten in der Nähe befinden. So beziehen sie Wurst- und Fleischwaren von einer Göppinger Metzgerei, Backwaren kommen aus Albershausen, sowie Äpfel von Schlater Obstbauern, heißt es auf der Homepage der Schule.

Die Mensa im Schulzentrum Ösch in Eislingen wird sowohl von den Schülern des Erich-Kästner- Gymnasiums (EKG), als auch von den Schülern der Schillerschule genutzt. Die Mensaleiterin Kornelia Meinl erzählt, dass täglich immer 200 Essen über die Theke gehen. Neulich waren es an einem Donnerstag sogar 262. Dazu zählen auch Salatteller, Schnitzelwecken und Leberkäswecken. "Von der Schillerschule besuchen vor allem die Dritt-, Viert- und Fünftklässler die Mensa. Die Kinder der Ganztagsbetreuung kommen zusammen mit ihren Betreuern", berichtet die Mitarbeiterin Christel Sonnentag.

Vom EKG sind alle Klassenstufen in der Mensa vertreten. "Wir haben ein sehr vielfältiges Angebot, so können sich die Schüler auch für kleine Mahlzeiten entscheiden", meint Christel Sonnentag. Zudem schätzen die Eislinger Gymnasiasten den kurzen Weg zur Kantine.

"Macht satt - macht Spaß - macht schlau", so lautet das Motto der Eislinger Schülermensa, deren Ziel es ist, dass alle Schüler jeden Tag eine warme und komplette Mahlzeit bekommen. Gerade Kinder sozial benachteiligter Familien können hier auch kostengünstig essen. Die Mahlzeiten werden direkt vor der Vergabe schonend fertig gegart. Dennoch nutzen einige ältere Schüler die Mittagspause, um sich auswärts einen Burger zu holen.

"Montags und donnerstags findet immer der Nachmittagsunterricht statt, an diesen Tagen gehen zwischen 150 und 160 Essen weg. An Tagen ohne Nachmittagsschule, im offenen Ganztagesangebot sind es meistens zwischen 50 und 60 Essen", berichtet Walter Albrecht, Rektor der Haldenberg-Realschule in Uhingen. Die Mensa der Realschule gibt es erst seit dem vergangenen Herbst, das Essen dort sei ein "Augenschmaus". Die jetzigen Zehntklässler sehe man nicht so häufig in der Mensa, da sei der Bedarf nicht so vorhanden. "Die Jahre zuvor sind sie auch ohne Mensa ausgekommen", sagt Albrecht. Der Schwerpunkt der Mensabesucher liegt zwischen den Fünft- und Siebtklässlern. Walter Albrecht hofft: "Wenn sie wachsen, nehmen sie das Mensaangebot vielleicht mit."

Die Mensaleiterin Yvonne Cansever von der Hermann-Hesse-Realschule und der Bodenfeld-Grundschule erzählt, dass die Mensa derzeit neu gebaut wird und deshalb die Essensausgabe noch immer in einem Klassenzimmer stattfindet. Im Durchschnitt gehen etwa 35 Essen pro Tag weg. Die Besucher seien Grundschüler und Fünftklässler der Realschule. "Die Älteren wollen sich nicht zu den Kleinen ins Klassenzimmer setzen", begründet Yvonne Cansever das Ausbleiben älterer Schüler. Aufgrund des räumlichen Problems ist die Besucherzahl der Mensa sehr gering. Sobald der Neubau fertig ist, rechnet die Mensaleitung mit 70 Essen am Tag. Die Eröffnung soll am 17. Juli stattfinden. Schon jetzt gibt es von montags bis donnerstags immer um 9 und 11 Uhr sogenannte Pausenaktionen. Im Angebot sind Joghurtbecher, Fruchtbecher und Waffeln. "Vor allem die Salatbox ist der Renner", sagt Cansever.

"In der Staufeneck-Gemeinschaftsschule Salach sind es zu Spitzenzeiten am Dienstag und Donnerstag mehr als 200 Essen", erzählt Rektor Sven Bayer. In der Gemeinschaftsschule besuchen alle Schüler die Mensa. Das Mittagessen wird von zwei festangestellten Kräften mit Unterstützung eines "Kochmütterteams" auf ehrenamtlicher Basis gekocht und ausgeteilt.

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