Marode Straßen: Kreis investiert rund 1,7 Millionen Euro

Der Landkreis hat in diesem Jahr bereits einige marode Kreisstraßen repariert - ein Schritt, um den Sanierungsstau von rund 25 Millionen Euro abzubauen. Positiv: Die Kosten liegen knapp unter dem Ansatz.

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Geflickt, rissig und uneben: So manche Kreisstraße hat schon bessere Zeiten erlebt. Aufgrund leerer Kassen und eines massiven Sparzwangs hatte der Landkreis viele Jahre die dringend notwendige Reparatur vieler maroder Straßen vor sich hergeschoben. In den vergangenen drei Jahren wurde das Budget sukzessive wieder erhöht, weil sich die Finanzlage verbessert hat. Im November 2013 hatten die Kreisräte zugestimmt, für das laufende Jahr rund 1,7 Millionen Euro in die Straßensanierung zu stecken.

Im jüngsten Ausschuss für Umwelt und Verkehr gab es nun einen Zwischenbericht über abgeschlossene und noch anstehende Reparaturen in diesem Jahr. Die vorläufigen Gesamtkosten betragen nach Angaben des Straßenbauamts 1,68 Millionen Euro - und liegen damit knapp unter dem im November beschlossenen Ansatz von 1,73 Millionen Euro. "Wir sind auf einem hervorragenden Weg", freute sich denn auch Kreiskämmerer Günter Stolz und fühlte sich in seiner Annahme bestätigt, bei frühzeitiger Ausschreibung im Herbst oder Winter viel Geld zu sparen.

Andrea Borgia, Leiter des Amts für Schulen, Straßen und Gebäudemanagement, machte bereits im Herbst deutlich, wie wichtig diese Investitionen sind, um den Sanierungsstau bei Kreisstraßen von mehr als 25 Millionen Euro schrittweise abzubauen. Borgia appellierte an die Kreisräte, dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: "Diese Summe sollte in den nächsten Jahren kontinuierlich in den Haushalt eingestellt werden, selbst wenn sich die Situation wieder verschlechtert."

Damit man weiß, wo Schlaglöcher und Spurrillen die Autofahrer ärgern, soll der Zustand der Kreisstraßen ab diesem Jahr nach einem bundesweit angewandten System erfasst und bewertet werden. Dazu wird ein Fahrzeug mit moderner Technik unterwegs sein, die die Fahrbahneigenschaften misst und dokumentiert. Es handelt sich um ein schnell fahrendes Messsystem, das im Verkehr mitfließt, ohne ihn zu behindern, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Die Ergebnisse dieser Befahrung münden in ein neues, mehrjähriges Programm zur Straßenerhaltung, das auch die Dringlichkeit einer Sanierung berücksichtigt. Die Liste werde dann schrittweise abgearbeitet. Somit sei künftig eine elektronische Datei verfügbar, die den Straßenzustand nachvollziehbar darstelle und sich mit der Bewertung der Landesstraßen vergleichen lasse, sieht die Kreisverwaltung Vorteile in dem neuen System. Die Befahrung soll künftig alle vier Jahre stattfinden, die Kosten werden mit rund 37 500 Euro kalkuliert.

Vieles ist fertig, einiges noch in Planung

Der Kreisverkehrsplatz an der Kreisstraße 1426 in Süßen ist fertig, ebenso die Reparatur der K 1438 zwischen Grünenberg und Gingen, die Ortsdurchfahrt Bad Boll und die Zufahrt zum Wäscherhof.

Die Sanierung der K 1423 (Ortsdurchfahrt Roßwälden) hat jetzt begonnen, für die Reparatur der Ortsdurchfahrt Krummwälden, der K 1451 zwischen Faurndau und Wangen, der Ortsdurchfahrt Rechberghausen und der K 1440 zwischen Wittingen und Türkheim gibt es noch keinen Termin. Alle Projekte sollen aber in diesem Jahr über die Bühne gehen. Die K 1431 (Hohenstadt bis zur Landesstraße 1236) sowie die K 1438 (Unterböhringen - Grünenberg) sollen baldmöglichst beziehungsweise im Sommer in Angriff genommen werden. Auf der Liste stehen zudem Geh- und Radwege zwischen Rechberg und Ottenbach, zwischen Schlierbach und Hattenhofen sowie in Bad Boll. Dickster Brocken ist die Sanierung der Stöttener Steige (zweiter Bauabschnitt). Hier wird die Finanzierung auf zwei Jahre ausgedehnt.

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