Kunsthalle ins rechte Licht gerückt

In den nächsten vier Monaten bekommt das Umfeld der Göppinger Kunsthalle eine Schönheitskur. Bis zur Chagall-Ausstellung soll es fertig sein.

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Die Zeit drängt: In vier Monaten wird Marc Chagall in Göppingen einziehen - mit der Ausstellung "Chagall: Die Bilder und die Dichtung." Die Umbauten des Eingangsbereichs der Kunsthalle sind bereits in Gange. Das neue Café soll bis dahin fertig sein. Für die Ausstellung des Expressionisten wird nun kurzfristig auch das Umfeld des Kunstgebäudes herausgeputzt.

"Die Kunsthalle soll sich nicht länger zwischen Autos und Bäumen verstecken", sagte Göppingens Baubürgermeister Helmut Renftle im Gemeinderat. Aus der Hinterhof-Atmosphäre soll die Halle in den Vordergrund rücken. Künftig wird der sich öffnende "Platz an der Kunsthalle" Teil der Ausstellungsfläche sein und eine einheitlich farbige Oberfläche bekommen. Aktionen wie Open-Air-Kino sollen dort möglich sein. Die nötigen Sitzstufen sind bereits eingeplant - auch die entsprechenden Anschlüsse werden geschaffen. Parkende Autos sollen dafür in dem ehemaligen Schulhof Platz machen. Lediglich für Gehbehinderte wird es noch einen Stellplatz geben. Weichen sollen auch die vier Bäume, die die Sicht auf die neue Fassade von der Straße aus verstellen. Künftig soll dort nur noch ein einziger Baum stehen.

Ziel der Aktion ist es, Besucher besser von der Nördlichen Ringstraße zu dem Kunstraum zu führen, erläuterte der Baubürgermeister. Deshalb werden auch Transparente an der Nördlichen Ringstraße noch augenfälliger auf die Chagall-Ausstellung hinweisen und eine neue Litfasssäule hinzukommen.

In diese Konzeption ist auch die Marstallstraße entlang der Tanzschule einbezogen: Sie wird als verkehrsberuhigte Zone im gleichen Stil wie das Entree der Kunsthalle gestaltet. Die Baumreihe der Platanen, unter denen sich bisher parkende Autos quetschten, präsentiert sich dann als einladender Zugang zun Kunsthallenplatz. Neu geordnet werden auch die Parkplätze vor dem Technischen Rathaus. Kunsthallen-Leiter Werner Meyer freute sich über die Beschlüsse.

Im Gemeinderat konnten sich außer vier Lokalpolitikern alle zu den 120 000 Euro teuren Arbeiten durchringen. Die Erste Beigeordnete Gabriele Zull betonte, dass damit die Grundsatz-Entscheidung für den bestehenden Kunsthallen-Standort konsequent umgesetzt, der Standard für Besucher erhöht wird. Weitere Schritte zur Steigerung der Attraktivität werden folgen, kündigte die Stadtverwaltung an.

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