Kunst und Kultur in der Schule Seit 2015 ist das Göppinger Mörike-Gymnasium Kulturschule

Einen neuen, individuellen und lebendigen Zugang zu vielen Themen vermittelt das Mörike-Gymnasium durch Kunst und Kultur.

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Schüler des Mörike-Gymnasiums kamen im Rahmen des Projekts "Kunstschule" in den Genuss eines Schauspiel-Workshops.  Foto: 

Seit Juni 2015 trägt das Mörike-Gymnasium Göppingen die Auszeichnung "Kulturschule". Gemeinsam mit Vertretern des Kultusministeriums und der Karl-Schlecht-Stiftung wurde jetzt Bilanz gezogen. Noch kein Jahr ist vergangen, seit das Mörike-Gymnasium Göppingen durch das Kultusministerium und die Karl-Schlecht-Stiftung als eine von zehn Modellschulen in Baden-Württemberg für das Projekt "Kulturschule 2020 Baden-Württemberg" ausgewählt wurde.

Ausschlaggebend waren das herausragende Engagement der Göppinger Schule für die Einbindung von Kunst und Kultur in alle Bereiche des Schullebens sowie die hohe Qualität der künstlerischen Angebote. Im März besuchten Vertreter des Kultusministeriums und der Karl-Schlecht-Stiftung das Mörike-Gymnasium zu einer ersten Bestandsaufnahme. Auf einer Übersichtskarte haben Lehrer der Schule die wichtigsten Projekte und Kooperationen zusammengetragen und deren Verknüpfungen dargestellt.

"Im Mittelpunkt steht der Gedanke, dass junge Menschen über Kunst und Kultur einen neuen, individuellen und lebendigen Zugang zu vielen Themen erhalten", erklärt Schulleiter Karim Doosry. In der Praxis zeigt sich dies in vielerlei Hinsicht. So öffnet sich zum Beispiel der Unterricht aller Fächer für künstlerische Methoden, welche den Schülern Themen wie Immunbiologie oder Menschenrechte über das eigene Handeln erfahrbar machen - je nach ihren Stärken und Interessen.

Neben den Unterrichtsmethoden spielt die Zusammenarbeit mit professionellen Künstlern eine wichtige Rolle. So kamen etwa im Januar die Schüler des Oberstufenkurses "Literatur und Theater" in den Genuss eines Schauspielworkshops unter Anleitung des Commedia dell'arte-Spezialisten Luis Hergón. Für einen Vormittag tauchten sie in die Figurenwelt der Commedia dell'arte ein, schlüpften selbst in die Rollen verschiedener Charaktere.

Kooperationen gibt es auch in den Bereichen mit dem Stadtarchiv, der Jugendmusikschule oder der Kunsthalle. Diese richtet zurzeit eine Artothek ein, welche an Kunstinteressierte für einen begrenzten Zeitraum Kunstobjekte verleiht. Begleitet werden die Werke von Texten der Schreibwerkstatt des Mörike-Gymnasiums. Dort dienen sie Schülern als Schreibimpuls und Gegenstand der Auseinandersetzung. Was daraus entsteht, sind nicht etwa kunsthistorische Abhandlungen, sondern individuelle Reaktionen auf das jeweilige Werk. Durch die enge Zusammenarbeit seien mittlerweile Synergieeffekte spürbar.

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