Kulturburg will Musicals fördern

Musikproduktionen wie das Musical "Barbarossa" will künftig der neu gegründete Förderkreis "Kulturburg Stauferland" unterstützen. Mittelfristig wollen die Förderer auch für eine eigene Spielstätte sorgen.

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  • Die Adelberger Bürgermeisterin Carmen Marquardt und der Komponist Hans-Uli Pohl präsentierten, eingerahmt von einigen Darstellern, die DVD mit dem Musical "Barbarossa" in der Adelberger Dorfkirche. Foto: Staufenpress 1/2
    Die Adelberger Bürgermeisterin Carmen Marquardt und der Komponist Hans-Uli Pohl präsentierten, eingerahmt von einigen Darstellern, die DVD mit dem Musical "Barbarossa" in der Adelberger Dorfkirche. Foto: Staufenpress
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Der Stauferkreis soll künftig verstärkt mit eigenen Musikproduktionen auf sich aufmerksam machen. Dafür will der neu gegründete Förderkreis "Kulturburg Stauferland" sorgen, der sich am Freitagabend bei der Filmpremiere des Musicals "Barbarossa" in der Adelberger Dorfkirche erstmals der Öffentlichkeit vorstellte. Komponist Hans-Uli Pohl berichtete vor gut 250 interessierten Premierenbesuchern, dass sich vor wenigen Wochen einige Mitwirkende, Helfer, Gönner und Unterstützer des "Barbarossa"-Musicals zusammengefunden hatten, um zu überlegen, wie derart aufwendige und professionelle Musikproduktionen, die ein Aushängeschild für den Stauferkreis seien, gefördert werden könnten. Am Ende des Treffens stand die Gründung des Förderkreises "Kulturburg Stauferland". In ihm sollen sich all jene wiederfinden, die davon überzeugt sind, dass das Musiktheater im Stauferkreis weiter entwickelt werden soll.

Der Förderkreis will daher nicht nur weitere Mitstreiter finden, sondern auch Spenden einwerben, um Produktionen wie "Barbarossa" zu ermöglichen. Mittelfristig will der Förderkreis auch eine eigene Spielstätte errichten. Hierzu suche man geeignete Gebäude. In Frage kämen leerstehende Gewerbehallen und ehemalige Supermärkte. Voraussetzung sei jedoch eine Höhe von mindestens zehn Metern. Gut ein Dutzend Mitstreiter hatte der Förderkreis bei der Gründung, in den nächsten Wochen sollen es deutlich mehr werden. Dann soll auch über die endgültige Rechtsform und die Verteilung von Verantwortung entschieden werden. Vorerst laufen die Fäden bei Hans-Uli Pohl zusammen. Im Mittelpunkt des Abends in der Adelberger Dorfkirche stand jedoch die Premiere der Aufzeichnung des "Barbarossa"-Musicals bei den Freilichtspielen im Klosterhof vom Juni. Zahlreiche Akteure und Helfer hinter den Kulissen waren der Einladung des Kunst- und Kulturvereins Adelberg mit seiner Vorsitzenden Carmen Marquardt gefolgt. In der Dorfkirche war eine große Kinoleinwand aufgebaut, auf der die zweiteilige Produktion zu sehen war. Die Firma "Profilm" hatte die Aufführung im Klosterhof mit insgesamt sechs Kameras aufgenommen. Nach Schnitt und Bearbeitung blieben zwei Teile von je eineinhalbstündiger Dauer übrig. Erzählt wird das zwischen Realität und Fiktion eingeordneten Leben des Stauferkaisers Barbarossa. Seine Suche nach dem sagenumwobenen Gral ist eingebettet in historische Abläufe, wie Barbarossas Streit mit der Kirche, seine Kreuzzüge oder seine Politik gegenüber dem konkurrierenden Welfen-Haus. Die Filmproduktion begeisterte das Publikum, immer wieder brandete Applaus für verschiedenen Szenen auf, die eindrucksvoll mit den Kameras festgehalten wurden.

Applaus gab es auch für die zahlreichen Darsteller, von denen die meisten der Filmpremiere beiwohnten. Einen langanhaltenden Dankeschön-Applaus bekam auch die Regisseurin Annette Voigtländer, die aus privaten Gründen an der Premiere nicht teilnehmen konnte.

Vor und nach der Premiere sowie in der Pause bewirteten Mitglieder des Kunst- und Kulturvereins Adelberg im evangelischen Gemeindehaus, das die Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt hatte, die Besucher. Hierzu hatten die Mitglieder nicht nur Leckereien gebacken, Spenden verschiedener Unternehmen wie der Metzgerei Kick, der Herrenmühle, der Konsumgenossenschaft Göppingen mit ihren Staufers Märkten, der Brauerei Hilsenbeck und von Aqua Römer ergänzten das kulinarischen Angebot. Der Erlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken, sowie aus dem Eintrittsgeld zur Premiere geht an die "Guten Taten".

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