Kretschmann nimmt Resolution entgegen

Die Polizeigewerkschaft hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann mehr als 2000 Unterschriften übergeben und für den Erhalt der Polizeischulen und der Einsatzabteilungen an den Standorten der Bereitschaftspolizei geworben.

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Vertreter der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) und der Bereitschaftspolizei haben am Wochenende Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) eine Resolution mit mehr als 2000 Unterschriften übergeben. Damit wollten die Kollegen der Göppinger Bepo, darunter Auszubildende, Lehrer Einsatzbeamte, Zug- und Gruppenführer, Stabsmitarbeiter, Verwaltungsbeamte und Tarifbeschäftigte die Bitte an den Regierungschef unterstreichen, sich für den Erhalt der Bereitschaftspolizei und dem Verbleib sowohl einer Polizeischule wie auch einer Einsatzabteilung in Göppingen einzusetzen.

Der stellvertretende DPolG-Landeschef Ralf Kusterer machte gegenüber dem Ministerpräsidenten deutlich, dass man nicht nur in den vergangenen Jahren gute und zuverlässige Arbeit in allen Bereichen erbracht habe, sondern dass dies stets auch unter sparsamen und effizienten Gesichtspunkten geschehen sei. Im vorgelegten Eckpunktepapier zur Polizeireform sei die Auflösung der Bereitschaftspolizei in ihrer jetzigen Struktur vorgesehen. Angestrebt werde eine Trennung des Ausbildungs- und des Einsatzbereiches. Was aus der Bereitschaftspolizei Göppingen werde, sei ungewiss. Die Gewerkschaft ist überzeugt davon, dass die bisherige Struktur und das Zusammenwirken Garant für eine professionelle und erfolgreiche Aufgabenwahrnehmung waren. Die Bereitschaftspolizei habe sich in ihrer 60-jährigen Geschichte bewährt. Ausbildung und Einsatz hätten nicht nur nebeneinander existiert, beide Bereiche seien sinnvoll ineinander verflochten und profitierten aktiv voneinander.

Jürgen Engel, Kreisvorsitzender und Beisitzer im DPolG-Landesvorstand, wies darauf hin, dass der Einsatz- und der Schulbereich der Bepo abhängig von einer funktionierenden Verwaltung sei und diese in der Vergangenheit einen wichtigen Beitrag zum Erfolg geleistet habe. Nach Auffassung der Gewerkschaft sind die fünf Bereitschaftspolizei-Standorte, jeweils mit einer Polizeischule und Einsatzabteilung, verteilt auf ganz Baden-Württemberg, auch die Grundlage dafür, dass eine weitgehend heimatnahe Ausbildung und eine ebensolche Verwendung in den Einsatzabteilungen möglich sei. Die Gewerkschaftsvertreter sind davon überzeugt, dass ein solcher heimatnaher Ausbildungsort eine wesentliche Voraussetzung dafür ist, dass man auch in Zukunft ausreichend Bewerber für den Polizeiberuf bekommt. Nach der Übergabe der Resolution an den Ministerpräsidenten ist vorgesehen, auch auf die Fraktionsvorsitzenden im Landtag zugehen. Darüber hinaus sind Aktionen und die Einbindung der Bürger geplant.

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