Krematorium soll bald wieder in Betrieb sein

Die Stadt Göppingen will das defekte Krematorium in Kürze wieder in Betrieb nehmen. Bis dahin werden die Leichen in Geislingen verbrannt.

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Das Göppinger Krematorium bereitet der Stadt Probleme. Foto: Carlucci

Seit rund zwei Wochen ist das Krematorium am Göppinger Hauptfriedhof wegen eines Defekts außer Betrieb. Doch das Problem soll bald behoben sein. "Wir wollen die Anlage so schnell wie möglich wieder in Betrieb nehmen und alles dafür tun, dass keine Kunden abwandern", sagte der städtische Fachbereichsleiter Helmut Renftle am Donnerstag in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung. Es habe zu diesem Thema auch ein Gespräch mit den Bestattern in Göppingen stattgefunden. Das Krematorium sei bereits wieder betriebsfähig, die Stadt wolle aber zunächst die Sicherheit überprüfen, betonte Renftle. Dabei gehe es sowohl um die Sicherheit für die Mitarbeiter der Anlage, als auch um die Sicherheit für die Umwelt.

Für kommende Woche sei ein Gespräch mit der Berufsgenossenschaft geplant. Außerdem sei der TÜV eingeschaltet worden. Inzwischen würden auch wieder Särge angenommen, eingeäschert würden die Verstorbenen jedoch übergangsweise in Geislingen. Die Fünftälerstadt hatte Göppingen ihre Hilfe angeboten. "Für die Kunden ändert sich nichts", sagte Renftle. Die Särge mit den Leichen würden nach Geislingen transportiert, nach der Verbrennung würden die Urnen wieder nach Göppingen gebracht. Am Preis für Einäscherungen ändere sich dadurch nichts.

Mittelfristig, das wurde in der Gemeinderatssitzung deutlich, muss sich die Stadt Göppingen jedoch überlegen, wie es mit dem Krematorium weitergehen soll. Ziel der Kommune ist es, den Standort Göppingen zu erhalten. "Viele Bürger wünschen sich das", weiß Renftle aus vielen Gesprächen. Um das Krematorium jedoch weiter und dauerhaft betreiben zu können, führt an einer Sanierung offenbar kein Weg vorbei. Die Stadt will deshalb jetzt ein Ingenieurbüro beauftragen, um herauszufinden, in welchem Umfang die Anlage am Hauptfriedhof modernisiert werden muss und was dies die Stadt kostet.

Kritik äußerten mehrere Mitglieder des Göppinger Gemeinderats an der ihrer Meinung nach verbesserungswürdigen Informationspolitik der Stadtverwaltung. Dass die technischen Probleme im Krematorium so massiv sind, dass die Anlage vor gut zwei Wochen komplett abgeschaltet werden musste, hatten die Stadtpolitiker aus der NWZ erfahren. "Wir haben seit geraumer Zeit Probleme mit der Anlage", hatte der Leiter des städtischen Referats Grünordnung, Henry Mutke, Anfang März auf Nachfrage erklärt.

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