Konzert für Respekt und Frieden in Göppingen

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Ein gelungenes Benefizkonzert mit dem Daimler-Sinfonieorchester Stuttgart erlebten die Besucher am Samstag in der gut besuchten Stadthalle Göppingen.  Foto: 

In diesem Jahr konnte Okan Yavuz das namhafte Daimler-Sinfonieorchester Stuttgart für sein Projekt gewinnen. Begegnungen mit Musik, um für Respekt und Frieden zu werben, das ist die Idee des Benefizkonzerts, das von der Stadt Göppingen als wichtiger gesellschaftlicher Beitrag unterstützt wird.

Dirigent Matthias Baur hatte ein anspruchsvolles Programm ausgewählt. Von Schubert zu Gershwin reichte die Palette. Das Daimler-Sinfonieorchester besteht seit 40 Jahren, von denen die Hälfte der Jahre Matthias Baur die Geschicke des Orchesters lenkt. Es besteht aus Männern und Frauen, die bei Daimler beschäftigt sind, aber auch Ehemalige und Externe unterschiedlicher Nationalitäten sind vertreten.

Als Auftakt erklang das „Scherzo“ aus der Großen C-Dur Sinfonie von Franz Schubert. Mit zupackendem, beherztem Spiel ging es von Anfang an zu Werke. Matthias Baur hielt geschickt zurück, befeuerte dann wieder an anderer Stelle, trieb die Musiker zu rasantem Spiel an, um wieder ganz zurückzugehen, je nach Takt und Veränderung der Tonart. Der Satz präsentierte sich frei und ungebunden in seiner bunten Harmonie, die beinahe alle Tonarten streift. Rastlos ist auch das Thema der Hörner, die sehr schön den besonderen Charakter dieses Scherzos herausarbeiteten.

Danach stand ein Solokonzert auf dem Programm. Oboistin Lena Gersbacher brillierte im „Konzert für Oboe und Orchester a-Moll“ von Hugo Schuncke, der zu seinen Lebzeiten als Hofmusiker in Stuttgart wirkte.

Das Werk hat drei Sätze, einen virtuosen Allegrosatz, ein pastorales Andante und ein rhythmisch packender Bolero. Die Solistin nahm alle musikalischen Hürden und legte in die rasanten Läufe Tempo, aber auch Durchsichtigkeit und präsentierte die Töne weich und geschmeidig. Sie brachte ihr Instrument zum Singen, wenn auch die oberen Töne immer wieder zu wenig filigran waren. Das Publikum war begeistert von dieser herausragenden Leistung der jungen Solistin und feierte sie mit Standing Ovations.

Nach der Pause eröffnete das Orchester den Reigen mit George Gershwin. Aus „Porgy and Bess“ spielte das Ensemble ein zauberhaftes Medley. Besonders beeindruckend war das gefühlvolle, bewegende „Summertime“. Die Verbindung von Jazzelementen und klassischen Elementen eröffnete den Weg zum Musical.

Die nächsten Programmpunkte waren eigens für das Daimler Sinfonieorchester arrangiert worden: „Out of Africa“, „Viva la Vida“, „Paradise“ und „El Dorado“. Besonders erwähnenswert war das herausragende Geigenspiel von Konzertmeister Hannes Meisner, der hier den Solopart übernahm. Meisner legte ein ähnliches Temperament wie David Garrett an den Tag, der dieses Stück bekannt gemacht hat. Rasant und feurig spielte sich Meisner in die Herzen der Zuhörer. Auch er erntete Beifallsstürme.

Am Ende eines gelungenen Konzertabends gab es noch einmal großen Applaus für alle Mitwirkenden.

Drei Projekte Die Einnahmenüberschüsse des Benefizkonzerts mit dem Daimler-Sinfonieorchester werden an gemeinnützige Projekte gespendet: das Malteser-Kinder-Hospiz in Faurn­dau, die Arche Intensivkinder sowie die Lernstiftung Hück. Auf die Beine gestellt hat das Konzert Initiator und Veranstalter Okan Yavuz mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren. Yavuz ist das friedliche Miteinander und der Respekt zwischen Einwohnern unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen und Religionen ein wichtiges Anliegen. Das Konzert sollte „eine Brücke der Toleranz zwischen allen Einwohnern der Hohenstaufenstadt schlagen“.

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