Kompostplatz: Verwunderung über Kehrtwende

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Eigentlich wollte Eberhard Stähle, der Leiter des kreiseigenen Abfallwirtschaftsbetriebs, nur den Wirtschaftssplan für dieses Jahr vorstellen - mit dem Hinweis, dass keine Mittel für neue Grüngut-plätze bereit gestellt werden, da ja aus dem geplanten Sammelplatz zwischen Salach und Süßen nichts werde. Wie berichtet, hatte der Salacher Gemeinderat nach heftigen Protesten den vorgesehenen Kompostplatz im Gewerbegebiet "Neue Teile" im Oktober die Zustimmung verweigert.

Stähles Aussage im Ausschuss für Umwelt und Verkehr des Kreistags zog eine längere Debatte nach sich. So monierte Arnulf Wein (SPD), "dass wir bei diesem Thema relativ passiv agieren" und wies auf die Wichtigkeit von Grüngutplätzen für die energetischen Verwertung des Grünabfalls hin. Seine Frage, warum sich Salach gegen den neuen Platz gewehrt hat, konnte der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs auch nicht beantworten: "Das bereitet uns in der Tat Kopfzerbrechen. Im letzten Moment hat der Gemeinderat eine Kehrtwendung vollzogen." Stähle betonte, man tue alles für die Fortentwicklung dieser Sammelplätze, "aber wenn letztlich kein Interesse da ist, sind uns die Hände gebunden. Wir können nur appellieren, aber bisher ist das ungehört verhallt". Landrat Edgar Wolff teilte mit, dass die Gemeinden Süßen und Salach daran interessiert seien, eine Ersatzlösung zu finden. su

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