KOMMENTAR zu Tiefgarage: Bitte keine Überraschungen

Das kommt einem doch bekannt vor: Ein Bauwerk soll im Boden versenkt werden. Die Kostenansätze steigen schon in der Planungsphase sprunghaft an, um wenig später wieder auf ein erträgliches Maß zu fallen. Am Ende gibt es zwar viel Stirnrunzeln, aber eine politische Mehrheit.

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Bei der Tiefgarage unter dem Göppinger Bahnhofsplatz kann man nur hoffen, dass es während und nach dem Bau keine bösen Überraschungen gibt. Denn die Garage ist ein Schlüsselprojekt für die südliche Innenstadt. Sie sollte kein dunkles Loch sein, sondern so sicher, sauber und attraktiv werden, dass sie von den Nutzern so häufig angesteuert wird, wie sich das die Stadtverwaltung vorstellt.

Dabei kommt es gar nicht auf saftige Renditen an, denn die städtebaulichen Nutzen lassen sich eben nicht in barer Münze aufwiegen. Ein Finanzdesaster darf die Garage aber auch nicht werden. Sonst kommt die Stadt irgendwann in Erklärungsnot, vor allem wenn die Steuerquellen nicht mehr so üppig sprudeln. Wehe, die Kommune muss irgendwann den Rotstift bei Schwimmbädern, Bibliotheken oder Bildungseinrichtungen ansetzen, hat aber auf der anderen Seite ein blechgefülltes Bauwerk am Hals, das tiefrote Zahlen schreibt.

Dass die Stadt für die neue Garage am Bahnhof von einer ähnlichen Erfolgsgeschichte wie bei der Marktplatz-Tiefgarage ausgeht, ist äußerst optimistisch. Denn der Bahnhofsplatz ist – auch nach der Umgestaltung – eben nicht der Marktplatz.

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