KOMMENTAR RATHAUS-PLÄNE: Ganz neue Perspektiven

Es ist ein mächtiges Projekt, dass die Göppinger Stadträte kurz vor der Sommerpause aufs Gleis gesetzt haben: Die Verwaltung wird beauftragt, den Neubau eines Rathauses am Bahnhof zu prüfen und zu planen.

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Die Stadt will klotzen, nicht kleckern: Eine Investitionssumme von rund 30 Millionen Euro ist kein Pappenstiel und es bedarf keiner hellseherischen Fähigkeiten, um vorherzusagen, dass dieser Betrag am Ende wohl nicht ausreichen wird. Aus dieser Ahnung heraus von vornherein den Stab über das Vorhaben zu brechen, wäre allerdings recht kurzsichtig. Die seit Jahrzehnten im Göppinger Zentrum verstreut liegenden kleineren städtischen Dienststellen sind in sehr betagten und sanierungsbedürftigen Gebäuden untergebracht. Sollten die Behörden nicht eines Tages umziehen, fielen für die notwendige Modernisierung ebenfalls hohe Summen an.

Außerdem kann die Stadt die Gebäude im Falle eines zentralen Neubaus verkaufen - inklusive des dann nicht mehr benötigten Technischen Rathauses am Nordring. Das eröffnet ganz neue Perspektiven - auch finanzieller Natur. Jetzt wird erst einmal genau geprüft und gerechnet. Durch den Beschluss vor den Ferien hat die Verwaltung Zeit gewonnen.

Seltsam mutete im Gemeinderat nur der - erfolglose - Antrag von Linken und Piraten auf geheime Abstimmung an. Gerade die Piraten hatten im Wahlkampf doch so sehr für transparente Entscheidungen geworben. Gilt das jetzt nicht mehr?

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