KOMMENTAR PYROLYSE-ANLAGE: Gar nicht erst beantragen

Gründlich gestört ist offenbar das Vertrauensverhältnis zwischen dem Eislinger Gemeinderat, der Verwaltung und den Anwohner auf der einen Seite sowie der Fetzer Rohstoffe und Recycling GmbH auf der anderen Seite.

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Da will die Entsorgungsfirma eine moderne, umweltfreundliche Pyrolyse-Anlage errichten, mit der sie Abfälle verwerten und Energie sparen kann, dennoch rücken vor allem die Bedenken in den Mittelpunkt des Genehmigungsverfahrens.

Dies liegt daran, dass Anwohner und Verwaltung in den vergangenen Jahren keine gute Erfahrung mit dem Unternehmen gemacht haben. Genehmigungsauflagen wurden nicht eingehalten und vom Landratsamt auch viel zu lasch kontrolliert. Die Firma Fetzer konnte sich immer darauf berufen, in einem Industriegebiet angesiedelt zu sein. Entsprechend großzügig waren die Grenzwerte für Lärm und Gerüche. Die Forderung der Anlieger, freiwillig die Abschirmung nach außen zu verbessern, stieß auf taube Ohren.

Auch der jetzige Genehmigungsantrag ist problematisch, denn neben unbedenklichen Stoffen sollen in der Pyrolyse-Anlage auch Abfälle wie Speisereste, Gärrückstände oder Klärschlamm aufbereitet werden können. Werden solche Stoffe eingesetzt, ist der Gestank vermutlich unvermeidlich, allein schon durch die Lagerung. Daher wäre es besser und würde neues Vertrauen schaffen, wenn die Firma Fetzer gar nicht erst beantragt, solche Stoffe verwenden zu dürfen.

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