KOMMENTAR GESPRÄCHSRUNDE: Den Nazispuk beenden

Ein erfreuliches Ergebnis der Gesprächsrunde zu den Nazidemos ist sicher, dass die Teilnehmer nur Gutes über die Atmosphäre zu berichten wissen.

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Auch, wenn es noch wenig bis keine konkreten Ergebnisse gibt: Die Gesprächspartner konnten sich kennenlernen, beschnuppern, erste Argumente in der dreistündigen Zusammenkunft austauschen. So bedauerlich es ist, dass Öffentlichkeit, andere interessierte Gruppen und Presse ausgeschlossen waren: Beim nächsten Mal im Juni soll alles anders werden. Dann wird die Diskussion hoffentlich noch breiter geführt und am Ende werden womöglich auch erste Ergebnisse und konkrete Pläne stehen.

Mit einer Leistungsschau des Betriebshofs kann es nämlich bei Weiten nicht getan sein. Das hat in Neu-Ulm wegen des Überraschungseffekts funktioniert, um im vergangenen Jahr die NPD massiv zu behindern. Doch nun ist der Plan ja schon bekannt, als Überraschung taugt er in Göppingen nicht mehr.

Leider traut sich die Stadtverwaltung nicht, in ihrer dreiseitigen Pressemitteilung das Wort "Nazi" zu verwenden, lieber wird von "Rechten" gesprochen, die gebetsmühlenartig mit "linken Gewalttätern" auf eine Stufe gestellt werden. Vielleicht sollte sich die Rathausspitze den neuen Einsatzleiter der Polizei zum Vorbild nehmen, der klipp und klar "Naziaufmärsche" verhindern will. Oder Dekan Rolf Ulmer. Der will einfach den "Nazispuk" beenden. Ohne wenn und aber.

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