KOMMENTAR · VERZICHT AUF BAUPLÄTZE: Gelebte Demokratie

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Der Rechberghäuser Gemeinderat hat sich eines Besseren belehren lassen: Der Eingangsbereich des Gartenschaugeländes bleibt den Parkbesuchern erhalten, er wird nicht um eine Häuserzeile beschnitten. Damit folgt der Rat der Forderung einer Bürgerinitiative, die um den Charakter des Parks fürchtete. Sicher zu Recht: Wenn die Häuser am Eingang gekommen wären, hätte die "Grüne Mitte" an Glanz verloren. Sie braucht schon eine Breite, um sich zu entfalten.

Diese Einigung ist umso höher zu bewerten, als ein Alt-Gemeinderat die Rebellion angeführt hat. Das erzeugt gern besondere Missstimmung bei amtierenden Räten. Sie haben es nicht gern, wenn ihnen ein Ex-Kollege von außen dreinredet. In Rechberghausen hat das die Fronten nicht verhärtet. Die Argumente von außen haben überzeugt. Als goldene Brücke kam hinzu: Es zeigt sich, dass das Gartenschaugelände auch eine Zukunft als Park mit Großveranstaltungen hat.

So schön kann gelebte Demokratie sein: Gemeinderat und Bürger finden zusammen "der Stadt Bestes". Dass hart darum gerungen wurde, gehört zum Wesen der Demokratie. Hauptsache ist das Ergebnis.

Damit befindet sich Rechberghausen auf der Höhe der Zeit. Bürger fordern Mitsprache, eine "Basta-Politik" lässt sich immer schwerer durchsetzen. Schlecht beraten sind Gemeinderäte, wenn sie auf stur schalten. Es hat noch keinem geschadet, klüger zu werden.

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