Kommentar · VERKEHRSCHAOS: Die Politik des Gehörtwerdens

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Es ist, als säßen die Gruibinger Rebellen gegen das Verkehrschaos plötzlich mit am Tisch: Das Blatt hat sich gewendet, auf Weisung des Verkehrsministers wird jetzt in Stuttgart ernsthaft nach Lösungen gesucht, wie man das Verkehrschaos rund um die Sperrung des Lämmerbuckel-Tunnels künftig bändigen kann. Die Bürgerinitiative Gegenverkehr hat die Politiker aufgescheucht, rabiate Autofahrer haben dazu beigetragen. Und nicht zu vergessen die Ziegen, die als Geheimwaffe von Gruibingen durch die Medien geisterten.

Jetzt also sind die Verkehrsexperten in den Landesbehörden aufgefordert, einen Weg aus dem Chaos zu finden. Das bloße Beteuern, es gehe nicht anders, die Gruibinger müssten mit den Sperrungen leben, ist an der Wucht der Ereignisse gescheitert. Gut möglich, das jetzt die Umfahrung rund um den Lämmerbuckel kommt, die die Bürgerinitiative seit Beginn der Sperrungen fordert. Dafür macht sich auch der Gruibinger Schultes stark. Sie ist nicht mehr so einfach abzuwimmeln. Die Nachteile dieser Lösung kann man getrost als gering bezeichnen. Eine gesperrte Behelfsausfahrt, vielleicht auch zwei gekappte Straßen mit mäßigem Verkehrsaufkommen - das stünde in keinem Verhältnis zu den Szenen rund um Gruibingen.

Auch wenn es keiner auf dem Schirm hatte: Die Politik des Gehörtwerdens bricht sich plötzlich Bahn. Man hat länger nichts mehr davon gehört. Sie bleibt notwendig.

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