KOMMENTAR · STROMNETZ: Die EVF im Wandel

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Die EVF entwickelt sich immer mehr zu einem vielseitig aufgestellten und regional verankerten Energieversorger. Die Zahl der Stromkunden steigt, und auch als Gaslieferant bleibt die EVF gefragt, wie die Steigerungsraten im vergangenen Jahr eindrucksvoll belegen. Ein Jahr nach der von der Bundesregierung eingeleiteten Energiewende, die Kritikern zufolge noch immer nicht richtig auf Touren kommt, kann sich die kommunale EVF im Wettbewerb gut behaupten.

In Kürze werden die Kaufverhandlungen mit der ENBW beginnen. Dr. Martin Bernhart, dem rührigen Chef von EVF und Göppinger Stadtwerken, stehen einige harte Runden bevor, denn die ENBW wird versuchen, der Stadt möglichst viel Geld für ihr Netz abzuknöpfen. Man darf deshalb gespannt sein, wie die Gespräche verlaufen, ob die Verhandlungspartner in die Verlängerung müssen oder ob am Ende gar ein Gericht entscheiden muss, was das Göppinger Stromnetz wert ist.

So oder so darf sich die Energieversorgung Filstal auf ihren Erfolgen der vergangenen Jahre nicht ausruhen. Stattdessen muss das kommunale Unternehmen beständig und mit großem Engagement dafür sorgen, dass es als heimatverbundener und verlässlicher Energie-Dienstleister öffentlich wahrgenommen und dauerhaft akzeptiert wird. Das Know-how, um die dafür notwendigen Kundenbindungen auf- und Schritt für Schritt auszubauen, ist an der Großeislinger Straße vorhanden.

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