KOMMENTAR · SCHWERLASTVERKEHR: Ein Schritt nach vorn

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Können die Anwohner im Schurwald aufatmen? Wird der Lkw-Verkehr wirkungsvoll eingedämmt? Zweifel sind angebracht, und auch in den betroffenen Gemeinden hält sich der Jubel nach dem gestrigen Gespräch mit Regierungspräsident Johannes Schmalzl in Grenzen. Denn so viel steht fest: Das Fahrverbot für Brummis über zwölf Tonnen soll und kann nur für den Durchgangsverkehr gelten. Lastwagen, die Betriebe im Landkreis oder in der näheren Umgebung ansteuern, wären von der Sperrung ausgenommen.

Die Hoffnung vieler lärm- und abgasgeplagter Anlieger im Schurwald, vom lästigen Lkw-Verkehr befreit zu werden, ist daher trügerisch. Ganz zu schweigen von der kniffligen Frage, wer das Fahrverbot in der Praxis überhaupt kontrollieren soll. Die Polizei kann allenfalls Stichproben vornehmen. Mehr dürfte mit Blick auf die enge Personalsituation in den Revieren kaum drin sein. Und was die geplante Nachtsperrung der B 297 für Laster angeht, weisen selbst Vertreter der grün-roten Koalition in Stuttgart darauf hin, dass hierüber erst Gespräche mit dem Bund stattfinden müssten, da es sich um eine Bundesstraße handelt.

Dennoch weist das Konzept in die richtige Richtung und ist ein wichtiger Schritt nach vorn, um den Schurwald zu entlasten. Das ist nach Jahren des Ringens um eine Lösung ein Erfolg. Letztlich wird der Alltag zeigen, was das Konzept wert ist. Paradiesische Zustände werden im Schurwald kaum ausbrechen.

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