KOMMENTAR · SCHULSOZIALARBEIT: Ein überfälliger Schritt

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Besser spät als nie: Was an Schulen in kommunaler Trägerschaft schon seit Jahren erfolgreich praktiziert wird, soll nun auch an Schulen des Landkreises eingeführt werden. Die Rede ist von Schulsozialarbeitern, die für Schüler, Lehrer und Eltern gleichermaßen Ansprechpartner sind und das Miteinander sowie das gemeinsame Lernen fördern sollen. Sie kümmern sich nicht nur um verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche, sondern sorgen dafür, dass Schüler mit unterschiedlichen Voraussetzungen und unterschiedlicher Herkunft durch die Schule begleitet und gefördert werden.

Die Vorteile liegen also auf der Hand. Deshalb ist der Schritt, dieses Angebot auch an beruflichen Schulen im Kreis Göppingen zu etablieren, längst überfällig. Bisher scheiterte die Einführung - wie so oft - am Geld. Die Zusage der grün-roten Landesregierung, ein Drittel der Kosten zu übernehmen, macht es dem Landkreis nun einfacher.

Die Finanzen sind jedoch das eine, eine gute Konzeption das andere. Die Entscheidung der Kreisräte, sich in Ruhe Gedanken über ein funktionierendes Modell zu machen, ist daher wichtig und richtig. Denn Sozialarbeit an Berufsschulen ist anspruchsvoll: Die Jugendlichen besuchen unterschiedliche Schularten, die Altersspanne ist groß, der soziale Hintergrund äußerst heterogen. Eine sozialpädagogische Hilfe und Begleitung wird daher ein großer Gewinn für die Schüler sein.

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