KOMMENTAR · SCHULBÜCHER: Höchste Zeit für den Ausstieg

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Hart gerungen haben die Eislinger Stadträte um den Fortbestand des Gutscheinsystems für die Schulbücher der Gymnasiasten. Nur ein Patt in der Abstimmung hat die von Erich-Kästner-Gymnasium und Stadtverwaltung gewünschte Verlängerung des Subventionssystems um drei Jahre verhindert. Dabei ist es höchste Zeit, dass Eislingen diesen alten Zopf abschneidet und die Verschwendung von Steuergeldern stoppt.

Denn die Debatte zeigte, dass die Argumente fürs teurere Zuschusssystem eher schwach sind: Neue Bildungsstandards, die bald eingeführt werden und die neue Schulpolitik müssen jetzt herhalten. Vor drei Jahren wurde die Subvention mit dem Doppelabitur G8/G9 im Jahr 2012 gerechtfertigt. Dies war schon damals ein schwaches Argument, zumindest bei den Unterstufenklassen hätte der Umstieg aufs Leihsystem problemlos erfolgen können. In drei Jahren würden sicherlich neue Gründe gefunden.

Wer sein Argument in der Schulpolitik sucht, müsste das Gutscheinsystem auch auf Real- und Hauptschulen übertragen, dort ändert sich viel mehr als an Gymnasien. Dennoch will die Rathausspitze am Privileg fürs EKG festhalten. Der Zuschuss ist auch eine Subvention für Buchverlage, denn auf Leihbücher geben die Verlage Mengenrabatte. Es wird höchste Zeit, dass Eislingen dieses System beendet. Leider hat der Ausschuss beschlossen, den Ausstieg aus der Subvention zeitlich viel zu lange zu strecken.

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