KOMMENTAR · RECYCLINGFIRMA: Kontrolle ist besser

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Jahrelang hat die PET Recycling GmbH den mit der Betriebsgenehmigung verordneten Lärmschutz links liegen lassen. Nur ein Teil der Auflagen wurde erfüllt. Begründet wird der Verstoß durch einen Wechsel in der Werksleitung. Es spricht nicht für eine ordentliche Betriebsführung der Firma, die zur Schwarz-Gruppe gehört, wenn der Chef nach etwa zwei Jahren an der Spitze quasi per Zufall von dem Versäumnis erfährt. So erklärt zumindest Betriebsleiter Bernhard Lehle den Vorgang. Da kann man sich nur wundern, demzufolge hätte also niemand schriftlich festgehalten, was noch zu tun ist.

Da sich die lärmgeplagten Nachbarn offenbar nicht zuverlässig auf die Mitwirkungsbereitschaft des Betriebs verlassen können, müssen die Behörden zum Schutz der Bürger tätig werden. Auch hier gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Immerhin wurden seit bald vier Jahren die Lärmschutzauflagen nicht umgesetzt. Auflagen dürfen nicht nur auf dem Papier stehen. Es geht dabei schließlich um die Gesundheit der Bürger, denn Lärm kann krank machen. Will das Landratsamt kein Papiertiger sein, muss es auch prüfen, ob seine Vorgaben ernst genommen werden.

Werden dann Verstöße festgestellt, sollten Bußgelder verhängt werden. Schließlich profitiert die Firma davon, dass sie jahrelang die Investition in den Lärmschutz auf Kosten der Nachbarn eingespart hat. Schlamperei oder Absicht? Lohnen sollte sich dieses Verhalten nicht.

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