KOMMENTAR · PROJEKT "STADTOASEN": Nicht immer gleich Nein sagen

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Ein wenig seltsam mutet der Protest schon an: Da gibt es im Göppinger Rathaus gute Ideen für ein Projekt, mit dem am Schlossplatz und im Schlosswäldle - zeitlich befristet - neue Aufenthaltsangebote für Jugendliche erprobt werden könnten. Und schon hängen Anwohner in der Burgstraße Transparente an ihre Häuser, um gegen die geplanten "Stadtoasen" zu demonstrieren.

Die Stadtverwaltung versucht, den Ball flach zu halten. Bürgermeisterin Gabriele Zull hat sofort und richtig reagiert: Sie hat das Gespräch mit den Anliegern gesucht, um ihnen die Furcht vor einer "Partymeile" im Schlosswäldle zu nehmen. Es sind weitere Treffen geplant, um zu verhindern, dass der Konflikt eskaliert. Vielleicht hätten einige Anlieger die Entstehungsgeschichte der "Stadtoasen" intensiver verfolgen und sich das Konzept etwas genauer anschauen sollen. Dann wüssten sie, dass die Stadt überhaupt nicht daran denkt, im Schlosswäldle eine nächtlich belagerte Ramba-Zamba-Zone zuzulassen. Darum geht es gar nicht.

Natürlich müssen Auswüchse von vorn herein verhindert werden. Aber es ist andererseits auch unfair, Jugendliche ständig unter Generalverdacht zu stellen. Das zu Recht beklagte Phänomen des Komasaufens ist ein Minderheitenproblem. Die meisten Jugendlichen sind erfreulicherweise kreativer - und auch rücksichtsvoller - was die Gestaltung ihrer Freizeit angeht. Und jungen Menschen gehört eine Stadt genauso wie den Erwachsenen.

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