KOMMENTAR · POLIZEIREFORM: Geduldsprobe für den Kreis

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Viel passieren wird heute nicht, wenn Innenminister Reinhold Gall die Reformpläne für die Polizei im Land vorstellt. Es werden keine Standorte genannt, die künftig auf eine Polizeidirektion verzichten müssen. Das soll erst später erfolgen.

Die Aufregung im Landkreis ist trotzdem groß - und verständlich. Denn nicht nur die knapp 500 Beschäftigten der Polizeidirektion Göppingen wollen wissen, in welchen Strukturen sie künftig arbeiten. Auch die vielen Partner der Polizei wie Hilfs- und Rettungsorganisationen sowie der Landkreis und die Kommunen warten auf den Tag der Entscheidung. Für sie ändert sich womöglich mehr als für die Bürger, denen es verständlicherweise in allererster Linie darauf ankommt, dass die Polizei Präsenz zeigt und rasch zur Stelle ist, wenn ihre Hilfe benötigt wird.

An der geplanten Polizeireform scheiden sich, wie so oft bei Veränderungen, die Geister. Tatsache ist: Es ist selten gut, alles auf einmal auf den Kopf zu stellen und bewährte Strukturen über den Haufen zu werfen. Eine Reform ist nur dann sinnvoll, wenn durch sie das politische Ziel auch erreicht wird. Im konkreten Fall geht es vor allem darum, mehr Polizei in die Fläche zu schicken. Das Innenministerium wird auch nach der heutigen Präsentation seiner Pläne mit praxiserfahrenen Fachleuten ausloten müssen, wie die Polizei am besten aufgestellt werden soll - zumal eine Reform in der Regel viel Geld kostet. Die Geduldsprobe für den Landkreis geht vorerst weiter.

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