KOMMENTAR · MÜLLABFUHR: Über den Tellerrand blicken

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Neues Jahr, neues Glück? Einmal mehr haben die Kreisräte in den kommenden Monaten die Chance, die Müllabfuhr auf ein neues Gleis zu setzen. Es ist an der Zeit, endlich Nägel mit Köpfen zu machen und eine moderne, zukunftsfähige Konzeption auf den Weg zu bringen. Warum soll die Biotonne, die in vielen anderen Landkreisen seit Jahren Wirklichkeit ist, im Filstal nicht funktionieren? Warum kann der 60-Liter-Eimer nicht eine Chance bekommen, wenn er doch den Anreiz liefert, Abfall zu trennen? Immer noch landet viel zu viel Biomasse und Recycling-Material in der Restmülltonne. Wertvolle Pflanzennährstoffe und organische Substanzen gehen dem Naturkreislauf verloren, weil sie nicht kompostiert werden.

Bisher haben sich die Verwaltung und die konservative Mehrheit im Kreistag auf ein bewährtes System berufen - und alle Änderungsvorschläge abgebügelt. Hoffnung macht nun, dass im März eine "ergebnisoffene Diskussion" starten soll, wie es Landrat Edgar Wolff gestern formulierte. Zudem wird der Blick über den Tellerrand - in den Rems-Murr-Kreis - Impulse geben, wie die Müllabfuhr im Jahr 2012 auch aussehen kann.

Zur Erinnerung: Viele Kreisräte hatten vor eineinhalb Jahren auch die europaweite Ausschreibung der Abfuhr verteufelt, die internationale Müllmafia diente als Schreckgespenst. Und das Ende vom Lied? Die Kreisbewohner müssen weniger bezahlen. Die Furcht vor Neuem war völlig unbegründet. SUSANN SCHÖNFELDER

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