KOMMENTAR · MÄRKLIN-ÜBERNAHME: Berechtigte Hoffnung

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Die Nachricht von der "Traumhochzeit der Spielwarenbranche" dürfte bei Märklin-Mitarbeitern, Gläubigern und Kunden für strahlende Gesichter sorgen: Simba-Dickie, der größte deutsche Spielwarenhersteller, will den Modellbahnbauer übernehmen. Die Hoffnung, dass damit die beispiellose Achterbahnfahrt endet, die mit der Insolvenz im Jahr 2009 begonnen hat, ist durchaus berechtigt.

Immerhin tritt hier ein strategischer Investor an, der nicht nur mit den nötigen Finanzen, sondern auch mit Knowhow und erstklassigen Referenzen aufwarten kann. Mit der Übernahme bekannter Spielwarenhersteller haben die Manager aus Fürth bisher ein gutes Händchen bewiesen und bei Märklin dürfte das nicht anders sein. Das Potenzial ist da, hat doch das Göppinger Traditionsuntenehmen nach der Insolvenz bewiesen, dass mit ihm Geld zu verdienen ist. Zu verdanken ist das den Mitarbeitern, die dem Projekt Märklin-Rettung auch unter persönlichen Opfern gefolgt sind, und Michael Pluta, der als Insolvenzverwalter mit dem Management Großes geleistet hat.

Letztlich wird der Erfolg aber davon abhängen, ob es gelingt, nicht nur Sammler zu bedienen, sondern auch wieder Einzug in die Kinderzimmer zu halten und neue Märkte zu erschließen. Es spricht vieles dafür, dass der Bobby-Car-Hersteller der richtige Investor dafür ist. Dem von Pluta gesuchten "Unternehmer mit Herzblut" kommt der Simba-Chef ziemlich nahe.

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